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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Museum mag Mieke nicht mehr missen

05.10.2018

Fedderwardersiel Aus der behüteten Welt der Schule in ein völlig neues Umfeld, aus der großen Stadt aufs platte Land – würde das gut gehen? Mieke Koltermann brauchte keine Woche, um diese Frage mit Ja inklusive dickem Ausrufezeichen beantworten zu können. Die 18-jährige Bonnerin absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Nationalpark-Haus in Fedderwardersiel. Und fühlt sich im Team inzwischen schon wie ein Mitglied einer großen Familie.

„Die ist klasse“

Bislang gab es im Nationalpark-Haus keine FÖJ-Stelle. Leiterin Dr. Anika Seyfferth hatte aber von vielen Kollegen aus anderen Nationalpark-Häusern gehört, dass diese sehr gute Erfahrungen mit FÖJlern gemacht hätten. Und sie denkt gerne an das freiwillige Jahr zurück, das sie selbst einst absolviert hatte. So stellte das Fedderwardersieler Museum bei der zuständigen Alfred-Töpfer-Akademie in Schneverdingen einen Antrag auf Einrichtung einer FÖJ-Stelle. Das Nationalpark-Haus wurde von der Akademie geprüft, die dem Antrag schließlich stattgab. Mehrere Bewerber stellten sich vor, ein geeigneter Kandidat war nicht dabei. Dann schneite Mieke Koltermann zur Tür herein. „Uns war sofort klar: Die ist klasse, die wollen wir haben“, sagt Anika Seyfferth.

An diesem guten Eindruck hat sich nichts geändert. Mieke sei „eine super Unterstützung in vielen Bereichen“, lobt die Hausleiterin. Als die 18-Jährige eine Woche lange auf Wangerooge war, um an einem Seminar für alle FÖJler des Bereichs Küste teilzunehmen, wurde sie in Fedderwardersiel prompt schmerzlich vermisst. Die junge Bonnerin hilft dem Team des Nationalpark-Hauses bei der Vorbereitung von Veranstaltungen, erledigt darüber hinaus mit sehr gesundem Selbstbewusstsein viele andere Aufgaben – und schnuppert dabei in alle Bereiche des Museums.

Mieke Koltermann hat dieses Jahr in Bonn ihr Abitur gemacht. Auf der Insel Juist lernte sie einen FÖJler des dortigen Nationalpark-Hauses kennen, der sie auf die Idee brachte, sich ebenfalls für ein solches freiwilliges Jahr zu bewerben. Das war ohnehin naheliegend, denn die 18-Jährige hat großes Interesse an ökologischen Themen. Nach ihrer Zeit in Butjadingen möchte sie eventuell Biologie auf Lehramt studieren.

Miekes Opa stammt aus Oldenburg, ihre Mutter wuchs dort auf. Die junge Bonnerin hat die Huntestadt mehrfach besucht, dabei auch Dangast und die Nordseeinseln kennengelernt. Von Butjadingen hatte sie zwar noch nie gehört. Aber da sie sowieso bevorzugt in den Norden wollte und das Nationalpark-Haus gerade eine Stelle ausgeschrieben hatte, war Fedderwardersiel eine von drei Adressen, an die die 18-Jährige Bewerbungen schrieb.

Viel um die Ohren

Das Vorstellungsgespräch lief so gut, dass die beiden anderen Stellen, auf die sie sich beworben hatte, direkt ausschieden. Und nun fühlt sich Mieke Koltermann pudelwohl in Butjadingen. In Burhave hat sie ein Einzimmer-Appartement ergattert. Der Förderkreis des Museums stockt das Taschengeld, das sie für ihren FÖJ-Job bekommt, um einen kleinen Zuschuss zur Miete auf.

Die Feriengemeinde kann sich die 18-Jährige nur nach und nach erschließen, weil sie noch kein eigenes Auto und deshalb einen entsprechend eingeschränkten Radius hat. Zurzeit hat die FÖJlerin aber ohnehin nicht viel Zeit für Erkundungstouren durch Butjadingen. Die Zugvogeltage stehen bevor. Und Mieke darf im Alleingang das große Zugvogelfest organisieren, zu dem das Nationalpark-Haus für den 14. Oktober einlädt. Dass sie das bestens hinkriegt, daran hat Anika Seyfferth nicht den leisesten Zweifel.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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