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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Was das bloße Auge nicht sehen kann

08.04.2019

Fedderwardersiel Wer an das Leben im Meer denkt, dem fallen Wale ein. Oder Seehunde, Tintenfische, Muscheln und Korallen. Einige Butjenter werden auch zuerst an Krabben denken.

Winzig und wunderschön

Doch die meisten Lebewesen im Meer sind Einzeller – winzige Bakterien, Algen und Urtierchen, die einen großen Teil der Photosynthese und der Abbauprozesse unter Wasser leisten. Ihre Welt ist für uns unsichtbar und damit voller Geheimnisse. Die neue Sonderausstellung im Nationalparkhaus in Fedderwardersiel macht sie sichtbar und enthüllt eines ihrer Geheimnisse: Diese kleinen Lebewesen sind wunderschön.

Folglich heißt die neue Ausstellung „Kleinste Schönheiten des Meeres in 3D“; am Sonntagmorgen ist sie eröffnet worden. Dazu begrüßte die Hausleiterin Anika Seyfferth Professor Dr. Heribert Cypionka, der bis zu seiner Pensionierung im Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg geforscht hat. Zusammen mit Eberhard Raap, einem Diplom-Ingenieur aus dem sachsen-anhaltinischen Sangerhausen, hat er aus Schichtbildserien mit Hilfe eines Programms zur Bildbearbeitung synthetische 3D-Bilder erstellt, die der Zuschauer durch spezielle Brillen betrachten kann.

Große Vielfalt

Eberhard Raap hat sein Berufsleben als Verfahrenstechniker verbracht, sein großes Hobby ist das Mikroskopieren.

Heribert Cypionka erläuterte den ersten Besuchern der Ausstellung die faszinierende Vielfalt der marinen Einzeller. Ihre Vielfalt werde nur durch eine spezielle fotografische Technik mithilfe von einem Mikroskop und einem Computer deutlich. Mit seinen ihm von erstellten frei erhältlichen Bildbearbeitungsprogramm Pico-Lay werden die 3D-Bilder erstellt. Die Fotos dieser Ausstellung beruhen auf Bildstapeln mit je 30 bis 100 Bildern, aufgenommen im Abstand von wenigen Mikrometern. Die Besucher der Ausstellung konnten in einer Vielfalt von Organismen mit filigranen und bizarren Formen schwelgen, die durch stereoskopische Darstellung plastisch erfasst wurden.

ln seiner bereits in Oldenburg, auf Spiekeroog oder auf Norderney gezeigten Ausstellung werden drei Gruppen von einzelligen Meeresbewohnern vorgestellt: Kieselalgen, Strahlentierchen und Kammerlinge. Aufgrund der besonderen Darstellungsmethode erscheinen diese Winzlinge räumlich und wirken wie Kunstwerke.

Doch zurück zu den Einzellern: Viele Arten tragen Skelette oder Gehäuse aus Silikat oder Calciumcarbonat und lassen nach ihrem Absterben gewaltige Mengen an Mikrofossilien zurück. Diese Fossilien bedecken große Teile des Meeresbodens, bleiben den Menschen aber meist verborgen, da sie kleiner als Sandkörner sind, teils nur einen hundertstel Millimeter messen. Mit bloßem Augen sind sie nicht zu erkennen und erscheinen unter dem Mikroskop nur zweidimensional. „Das wird ihrer Schönheit nicht gerecht“, sagte Heribert Cypionka. Deshalb habe er dieses spezielle Verfahren der dreidimensionalen Darstellung entwickelt.

  Die Ausstellung „Kleinste Schönheiten des Meeres in 3D“ ist bis zum 4. August im Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel zu sehen. Es ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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