• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Austausch: Von den Anden an die Weser

14.11.2017

Ganspe „Die Kinder sind alle so offen und neugierig. Sie stellen mir ganz viele Fragen zu meinem Land“, strahlt Karol Castillo. Die Peruanerin hospitiert derzeit für drei Wochen an der Grundschule Ganspe. In ihrer Heimatstadt Arequipa im Süden des Andenstaates unterrichtet sie an der Deutschen Schule Max Uhle.

Voll ausgebildete Lehrerin ist sie allerdings noch nicht: Als Quereinsteigerin in den Lehrerberuf absolviert sie derzeit parallel zu ihrer Unterrichtstätigkeit eine zweijährige Zusatzausbildung.

Eigentlich hat Karol Castillo nämlich Tourismus und Kulturmanagement studiert. Dafür musste sie viele Sprachen lernen, zu keiner aber hat sie einen so engen Bezug wie zur deutschen. „Bei Englisch, Französisch, Portugiesisch und Italienisch war es keine Liebe auf den ersten Blick. Aber Deutsch ist für mich fast wie eine zweite Muttersprache“, schwärmt Castillo.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Newsletter "Wesermarsch kompakt" der Nordwest Mediengruppe erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In Arequipa hatte sie fast fünf Jahre lang in einem Inka-Museum gearbeitet und dort Führungen auf Deutsch angeboten. Nach einem Jobwechsel wollte sie die Verbindung zur deutschen Sprache nicht verlieren. Fortan gab sie privaten Sprachunterricht und hat über Umwege zu ihrer Berufung als Lehrerin gefunden.

Vor vier Jahren kam sie für einen Deutschkursus in Stendal zum ersten Mal für ein paar Wochen nach Deutschland.

„Ich hatte zwar schon mehrere Jahre Deutsch gelernt, aber das Leben vor Ort kennenzulernen, ist etwas völlig anderes. Das steht in keinem Buch“, erzählt die Peruanerin.

Während der drei Wochen in Ganspe nimmt Karol Castillo nun vorwiegend eine Beobachterrolle ein und guckt ihren deutschen Kollegen über die Schulter. Prompt aufgefallen ist ihr in der ersten Woche in Ganspe, dass die Kinder sehr diszipliniert und vor allem sehr selbstständig seien und dass individuelles Lernen schon von klein auf gefördert werde.

„Die Kinder kennen die Regeln schon ganz genau und machen sich bewusst, was richtig ist und was nicht. Die werden hier zum Nachdenken gebracht. Das ist gut, das braucht man fürs Leben. In Peru sind wir da noch nicht so weit, aber wir sind auf einem guten Weg“, so die 27-Jährige.

Ob sie nach diesem Aufenthalt ein weiteres Mal nach Deutschland kommen möchte? „Ja, immer gerne! Aber dann vielleicht lieber im Sommer“, schmunzelt Karol Castillo . In Arequipa sind derzeit nämlich um die 20 Grad. An diesem Dienstag, 14. November, hält Karol Castillo für die Kinder der Grundschule Ganspe einen Vortrag über Peru. Dieser Vortrag wird für alle Interessierten am Mittwoch, 15. November, um 19 Uhr wiederholt.

Nathalie Meng Redakteurin / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2464
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.