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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: Gefühl für Lage der Flüchtlinge vermitteln

29.09.2015

Nordenham Das bereits im Schuljahr 2010/11 eingeleitete Verfahren für die Anerkennung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird jetzt von der Schülervertretung der Oberschule I Nordenham erneuert. Den Anlass dafür liefert die Vielzahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge. Ihre Situation bildet den Schwerpunkt eines am Freitag, 2. Oktober, stattfindenden Projekttages mit über 30 Workshops für die 580 Schüler.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein bundesweites Projekt und Netzwerk, das Jugendliche anregt, das Klima ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Zwei Voraussetzungen für die Erwerbung des Titels hat die Oberschule bereits erfüllt. Über 70 Prozent der Schüler haben sich per schriftlicher Selbstverpflichtung dazu bekannt, sich gegen Diskriminierung einzusetzen, berichtete Schülersprecher Luca Reck.

Mit Landrat Thomas Brückmann sei auch der erforderliche Pate gefunden worden, der die Schüler dauerhaft in ihrem Engagement unterstützt und sich öffentlich für ihr Anliegen einsetzt, gab Fynn Knötig vom Planungsteam der Schülervertretung bekannt. Er wies darauf hin, dass viele Forderungen aus dem Programm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bereits im Schulleben verankert seien, unter anderem auch im Schulvertrag und in der Anti-Mobbing-Konvention.

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„Flüchtlinge sind keine Objekte, sondern Menschen wie du und ich“, sagte Luca Reck. Den Schülern das Gefühl dafür zu geben, ist das Ziel des Projekttages am 2. Oktober. Die geplanten über 30 Workshops werden zum Teil in Zusammenarbeit mit Vereinen und Einrichtungen in Nordenham und umzu gestaltet.

Nach Auskunft von Schulleiterin Heidrun Beck und Torsten Lange, Betreuungslehrer der Schülervertretung, werden 15 Schüler eine Flüchtlingseinrichtung in Oldenburg besuchen und davon ihren Mitschülern berichten. Ein Fan-Beauftragter des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und die Kulturschule Leipzig (Theater) werden in der Oberschule zu Gast sein.

Zudem werden Blicke in die Geschichte (Deutsche als Flüchtlinge), in andere Religionen und Kulturen gewährt. Auch der Umgang mit Inklusion (Kinder mit Handicap) und Homosexualität sowie die Stärkung des Selbstvertrauens sollen thematisiert werden. Ferner sollen junge Flüchtlinge zum Fußballspielen in die Schule eingeladen werden. In der Oberschule werden derzeit sechs Flüchtlingskinder aus Balkanländern unterrichtet.

Weil das Budget der Schülervertretung nicht ausreicht, um alle Workshops auch finanzieren zu können, dankte Söhnke Ostendorf aus dem Planungsteam der Schülervertretung dem Lions-Club Nordenham-Elsfleth für eine 1000-Euro-Spende. Der 2. Vizepräsident Dieter Sichau und der Vorsitzender des Lions-Fördervereins, Hergen Kalitzki, waren dafür in die Schule gekommen.

Der Lions-Club habe sich schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt und auch in Gesprächen mit dem Refugium Wesermarsch über Projekte nachgedacht. Die Aktion der Oberschule I gehe genau in die Richtung des Serviceclubs, machte Dieter Sichau deutlich. Dass die ganze Schule daran beteiligt ist, sei eine tolle Sache.

Die 1000 Euro seien gut angelegtes Geld, denn für die Integration sei es sehr wichtig, dass sich die Jugend mit den Problemen auseinandersetzt und zu Lösungen beiträgt, sagte Hergen Kalitzki.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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