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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Gerechter Handel beflügelt die Schüler

13.02.2016

Rodenkirchen Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Freitagnachmittag leider keine Zeit für die Grundschule Rodenkirchen. Deshalb verpasste sie eine rundum gelungene Feier, in der die Schule als Fair-Trade-Schule ausgezeichnet wurde.

Viele Eltern applaudierten, als Jutta Lücke vom Verein Transfair mit Sitz in Köln die große Urkunde überreichte. Aber immerhin hatte Angela Merkel einen ihrer Mitarbeiter beauftragt, eine freundliche Absage zu formulieren, die die beiden Sprecher des Fair-Trade-Teams an der Schule, Gesa Meyer und Joachim Lohe aus der Klasse 3b, sichtlich gern vorlasen. Auch die Bundesregierung setze sich seit langem für Fair Trade ein, hieß es in dem Schreiben.

Fair Trade ist Englisch und heißt Gerechter Handel. Damit ist gemeint, dass Bauern in den armen Ländern von ihren Kunden in den wohlhabenden Ländern einen auskömmlichen Preis für Erzeugnisse wie Kaffee, Kakao oder Tee erhalten – und zwar unabhängig vom Weltmarkt. Das bewahrt die Bauern vor Armut und ermöglicht es ihnen, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Gerade dass auch Kinder in armen Ländern zur Schule gehen können, ist den Rodenkircher Grundschülern wichtig. Deshalb stehen sie ebenso wie ihre Lehrer und ihre Eltern hinter dem Fair-Trade-Kurs der Schule, wie die Veranstaltung deutlich zeigte.

Schon seit 2002 setzt sich die Schule für Gerechten Handel ein, indem sie die Brücke Nordenham/Kayes unterstützt, die Schulen und Gesundheitszentren in der westafrikanischen Republik Mali unterstützt. Seit vereinhalb Jahren ist Fair Trade Bestandteil des Schulprogramms, seit 2014 ist Rodenkirchen Pilotschule in Niedersachsen für das Projekt „Gutes Leben für alle – Grundschulen gestalten Globalisierung“. Dazu gehört auch die Einrichtung eines Fair-Trade-Kiosks in Zusammenarbeit mit dem Weltladen der Kirchengemeinde. Im vergangenen Jahr ist als weiterer Aspekt das Flüchtlingsthema hinzugekommen, das den Schülern wichtig ist, weil inzwischen 13 Kinder aus Flüchtlingsfamilien ihre Schule besuchen. Deshalb wiesen Gesa und Joachim in ihren Reden ausdrücklich darauf hin.

Jutta Lücke vom Verein Transfair, die bei Ritterhude wohnt, zeigte sich tief beeindruckt von der Resonanz der Veranstaltung und davon, dass es eine Grundschule ist, die sich so stark engagiert. Die Schulleiterin Elke Kuik-Janssen gab das Kompliment gleich an ihre Kolleginnen, die Schüler und die Eltern weiter.

Die Überreichung setzte den Schlusspunkt unter eine Projetwoche zum Thema Fair Trade. Mittlerweile im zweiten Jahr befassen sich die drei ersten Klassen mit Kinderspielen aus aller Welt, während die beiden zweiten Klassen erkunden, woher unsere Nahrung kommt, und die dritten Klassen erforschen, warum ein T-Shirt durch die halbe Welt reist und dann bei uns für 5 Euro zu haben ist. Die vierten Klassen informieren sich über Kinderrechte.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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