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Trauer um verstorbene Schauspielerin
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Aktualisiert vor 1 Minute.

Hannelore Elsner Ist Tot
Trauer um verstorbene Schauspielerin

NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Grenzbereich des Lebens beleuchten

08.11.2016

Nordenham Unangepasst und unkonventionell, tabulos und frei sollen sie sein, die Veranstaltungen zum „Urologischen Herbst“, die Mitte Oktober im Hotel Am Markt begonnen haben. In neuem Format findet eine Fort- und Weiterbildungsreihe für Patienten, Ärzte und Pflegende statt, die auch einmal unangepasste, kontrovers diskutierte, tabuisierte Themen aus der Medizin und dem menschlichen Lebens aufgreift.

Nicht Frontalvorlesung, sondern Einführung in das Thema von anerkannten Experten und anschließende Diskussion des Themas mit Auditorium und speziell geladenen Gästen: So sollen die folgenden Veranstaltungen des „Urologischen Herbstes“ konzipiert sein.

Nachdem sich die Auftaktveranstaltung Sexual- und Empfindungsstörungen von Frauen und Männern bei Erkrankungen des unteren Harntraktes widmete, greift die zweite Veranstaltung ein völlig anderes Thema auf: Passend zur dunklen Jahreszeit im November, in der Sterben und Tod den Menschen allgegenwärtig ist, befasst sich diese Veranstaltung mit dem Grenzbereich des Lebens kurz vor dem Tod.

Wenn Krankheiten die Lebenskraft mindern und der Mensch in seine letzte Lebensphase eintritt, oft geplagt von Schmerzen, welche Hilfe bietet da die Palliativmedizin? Ist die Selbsttötung oder gar die Tötung auf Verlangen eine Lösung für die sich daraus ergebenden ethischen Dilemmata? Welche juristischen Rahmenbedingungen regeln in Deutschland die Sterbehilfe? Rechnet sich eine Medizin, die kurz vor dem Ende des Lebens noch Ressourcen verbraucht? Sollte alles, was medizinisch machbar ist, auch gemacht werden? Was macht Leben insgesamt lebenswert, wenn das Ende immer klarer erkennbar geworden ist? Wie kann man einer ungewollten Versorgung vorbeugen?

Antworten auf diese Fragen wird am Mittwoch, 16. November (Buß- und Bettag), ab 18 Uhr im Hotel Am Markt Professor Dr. Jochen Becker-Ebel geben. Der Hamburger Theologe, Supervisor und Dozent von Kursen für Palliativ-Mediziner und –Pflegende, Professor für Palliative Care und Autor zahlreicher Fachbücher ist ein renommierter und international tätiger Experte für Palliativversorgung, der aus seinem reichen Fundus von Erfahrungen berichten wird.

Als Palliativexperte vertritt Jochen Becker-Ebel die international anerkannte, in Deutschland aber in der Minderheit stehende Meinung der „radikalen Patientenorientierung“ in der letzten Lebensphase und befürwortet damit das Patienten-Recht auf Palliativmedizin, Palliativpflege und ein selbst bestimmtes Lebensende, das auch den Freitod und dort, wo es legal ist, die Tötung auf Verlangen umfasst.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion mit dem Publikum wird den Fragen zu diesem Thema nachgegangen. Mit Hilfe des Nordenhamer Juristen Alexander Schuhr und der Koordinatorin der Nordenhamer Hospizhilfe, Birgitt Heckenberg, wird unter der Moderation des Urologen und Gesundheitswissenschaftler Dr. Hans Schmid sowie von Antonios Balangas, beide ausgebildete Palliativmediziner, das Thema ausführlich beleuchtet. Teilnehmen kann jedermann. Der Eintritt ist frei.

Alles zum Thema Gesundheit im Nordwesten lesen Sie in unserem Gesundheits-Spezial.

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