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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Förderunterricht nicht kürzen

19.10.2018

Großenmeer „Die Unterrichtsversorgung an den Grundschulen darf nicht weiter verschlechtert werden. Das werden wir auf keinen Fall hinnehmen und uns gegebenenfalls sofort an die Schulbehörde wenden.“ Zwei Mitglieder des Elternrates der Grundschule Großenmeer stehen vor dem Eingang zur Grundschule Großenmeer und machen sich berechtigte Sorgen um die Zukunft der Unterrichtsversorgung.

Nach dem derzeitigen Stand der Dinge steht eine erhebliche Reduzierung der sonderpädagogischen Grundversorgung an der Schule mit 60 Schülern und vier Klassen im Raum. Und danach soll die Zahl dieser Sonderbetreuung von acht auf zwei Wochenstunden zurückgefahren werden.

„Das kann doch wohl nicht wahr sein. Acht Wochenstunden mit einer Förderschullehrerin sind schon knapp bemessen. Und zwei Wochenstunden sind überhaupt nicht diskutabel und einfach nicht hinnehmbar“, sagen die Elternratsvertreter, die ihren Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchten.

Sie weisen zudem darauf hin, dass in der Zeit von den Sommer- bis zu den Herbstferien zahlreiche Begutachtungen stattgefunden haben und die daraus resultierenden Erkenntnisse im Sinne einer vernünftigen Inklusion jetzt auch entsprechend weiter umgesetzt werden müssten.

„Die Rahmenbedingungen für eine erfolgversprechende Inklusion dürften nicht verschlechtert werden, das kann so nicht funktionieren“, betonen die beiden.

Die im Raum stehende angekündigte Reduzierung des sonderpädagogischen Unterrichts an der Grundschule Großenmeer wird angeblich mit einem starken Nord-Süd-Gefälle im Landkreis Wesermarsch begründet.

„Es heißt, dass es im Norden der Wesermarsch einen großen Bedarf an Förderstunden gebe. Aber das darf doch nicht auf dem Rücken unserer Kinder und der gesamten Schule ausgetragen werden“, fordern die Elternvertreter, die jetzt auf eine einvernehmliche Lösung hoffen.

Kommentar

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investieren

Fehlendes Fachpersonal, unzureichende sonderpädagogische Versorgung, immer mehr Bürokratie. In den Lehrerzimmern der Grundschulen grummelt es gewaltig.

In Niedersachsen ist die inklusive Schule verbindlich zum Schuljahresbeginn 2013/2014 eingeführt worden. Das hatte der Niedersächsische Landtag am 20. März 2012 mit breiter Mehrheit beschlossen.

Was in der Theorie vielversprechend erscheint, kann in der Praxis zu erheblichen Problemen führen. Gerade dann, wenn die versprochenen Voraussetzungen nicht geschaffen werden können.

Die inklusive Schule in Niedersachsen wird nur dann ein Erfolg werden, wenn entsprechendes Fachpersonal eingesetzt wird, um ein vernünftiges Lernen in den oft äußerst leistungsheterogenen Gruppen zu ermöglichen.

Tatsächlich besteht im Land ein enormer Handlungsbedarf, denn nur in funktionierenden Grundschulen werden auch erfolgreiche Schulkarrieren gestartet werden können. Für ein Land, das auf kluge Köpfe angewiesen ist, muss man hier den Hebel ansetzen und entsprechend investieren.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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