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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Hier entsteht das Lächeln der Alexander von Humboldt II

02.07.2011

BRAKE Sie lächelt. Und das ist einigermaßen ungewöhnlich. 30 Galionsfiguren hat Claus Hartmann in seinem Künstlerleben schon gefertigt. „Alex“, die Nummer 31, ist die erste, der er ein Lächeln spendiert. Am Bug der „Alexander von Humboldt II“ – Nachfolgerin des legendären Schiffs mit den grünen Segeln – wird sich „Alex“, die auf Harriersand das Licht der Welt erblickt hat, bei der Jungfernfahrt am 3. Oktober erstmals den Wind um die hölzerne Nase wehen lassen.

Claus Hartmann lebt und arbeitet zusammen mit seiner Frau Birgit seit 1995 auf Harriersand – im früheren Ferienhaus seines Vaters. Es war ein Zickzack-Kurs, der ihn zu diesem Leben führte, einem Leben als Schiffsbildhauer in der Abgeschiedenheit der längsten Flussinsel Europas.

Hartmann wurde in Elsfleth als Sprössling einer alten Kapitänsfamilie geboren. In Brake flog er von der Schule. Am Gymnasium Nordenham, an dem er 1979 sein Abitur machte, erkannten die Lehrer sein Talent und rieten ihm, Künstler zu werden. Doch das schien dem heute 54-Jährigen allzu brotlos. Er nahm in Oldenburg ein Biologie-Studium auf, stellte aber schnell fest, dass das nicht seine Sache ist. Noch schneller ging es mit dem Pharmazie-Studium in Hannover, das folgte. Hartmann absolvierte eine Ausbildung zum Heilpraktiker, studierte schließlich Medizin. Landarzt zu werden, das war sein Ziel, sein Plan A.

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Doch weil er auch noch einen Plan B in der Hinterhand haben wollte, begann Claus Hartmann, Galionsfiguren für Segelschiffe und Yachten zu fertigen. Ende der 90er Jahre hatte Plan B Plan A überholt. Der Landarzt wurde beerdigt. Inzwischen gelten die Hartmanns von Harriersand weltweit als eine der ersten Adressen in Sachen Schiffsbildhauerei.

So gesehen ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich mit dem Wunsch nach einer Galionsfigur für ihre „Alexander von Humboldt II“ nun auch die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) an Claus Hartmann wandte. Im Garten des Künstlers stand eine alte Esche, die schon schief war und außerdem Sonne raubte.

Claus Hartmann hat sie „platt gemacht“, wie er sagt, und begann seine Arbeit mit der Motorsäge. Drei Monate später hängt „Alex“ in Hartmanns Werkstatt am Haken und erhält den letzten Schliff – buchstäblich. Neben Motorsägen, mit denen er aus einer alten Esche die Konturen einer betörenden Frau herausgearbeitet hat, setzt er vor allem Schleifgeräte ein.

An diesem Wochenende will Claus Hartmann die Holzarbeiten abschließen. Dann wird „Alex“ grundiert und lackiert. Vorgesehen ist ein Cremeweiß mit einem Schimmer von Perlmutt und goldenen Fäden für Kleid und Haare. Es ist übrigens kein Zufall, dass „Alex“ eine gewisse Ähnlichkeit mit Birgit Hartmann aufweist. Von ihr stammt der Entwurf. Und sie wird am Ende auch bei den letzten Feinarbeiten Hand anlegen.

Und was hat es nun mit dem Lächeln auf sich? Es war wohl einfach mal an der Zeit nach 30 eher ernst schauenden Galionsfiguren. Außerdem war’s eine Herausforderung. Claus Hartmann: „Man muss ganz schön aufpassen, dass das Lächeln nicht zu einem blöden Grinsen wird.“

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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