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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Hilfe auf morgendlichen Straßen

12.11.2011

BERNE Es ist kalt, als Claas Jüchter und Thavarupan Mahendralingam ihren Dienst tun. Sechs Grad Celsius, Claas hat dicke Handschuhe an. Von 7.20 Uhr bis 7.45 Uhr stehen die beiden an dem kleinen Zebrastreifen nahe der Comenius-Grundschule. In den Händen halten sie Warnkellen, über ihre Jacken tragen sie orange Warnwesten mit reflektierenden Steifen. „Verkehrshelfer“ steht darauf. Die beiden Neuntklässler, die die Realschule in Berne besuchen, engagieren sich als Schülerlotsen.

Lücken erkennen

Dass sie deswegen früher als andere aufstehen müssen, stört die beiden offenbar nicht. „Es macht mir jeden morgen Spaß“, erzählt der 16-jährige Claas. Thavarupan sagt, dass er gerne etwas für die Gesellschaft tue. Der 14-Jährige erklärt, wie seine Aufgabe funktioniert. Wenn Kinder und Autos gleichzeitig an den Zebrastreifen kämen, müsse er entscheiden, wer Vorrang bekomme. „Wenn ich sehe, da kommen gleich noch ein paar Kinder, lasse ich die ersten warten. Das Auto kann dann zuerst fahren.“

Verkehrshelfer müssen die Lücken im Verkehrsfluss erkennen und abschätzen können. „Dabei ist es besonders wichtig, den Bremsweg des Autos mit zu berücksichtigen“, weiß Lea Schweig (14). Die Klassenkameradin von Claas und Thavarupan engagiert sich ebenfalls als Schülerlotsin. Um dies zu können, haben die Schüler im Oktober eine kurze Schulung mitgemacht. In dieser hat Jürgen Zimmer, Oberkommissar und Präventionsbeauftragter der Polizei, ihnen vor allem erklärt, welche Rechte Fußgänger am Zebrastreifen haben. Die anschließende theoretische Prüfung haben alle bestanden. Jetzt weisen die neuen Schülerlotsen die Grundschüler darauf hin, dass sie vom Fahrrad absteigen müssen.

Bei Glatteis zu gefährlich

Sehr zufrieden mit dem ehrenamtlichen Engagement seiner Schüler ist Karl-Heinz Pauli-Erythropel. Der Leiter des Schulzentrums sagt, dass der Schülerlotsendienst in diesem Herbst sehr gut angelaufen sei. Bis zum Ende des Schuljahres werden die Verkehrshelfer morgens am Zebrastreifen den Grundschülern dabei helfen, die Straße sicher zu überqueren. Es sei denn, es wird noch kälter. Claas: „Wenn Schnee liegt, dürfen wir nicht als Schülerlotsen arbeiten.“ Bei Glatteis ist der Dienst zu gefährlich.

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