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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ostseegarnele aus dem Sieltief

16.04.2018

Iffens Praktische Chemie und Biologie stand für die 15 Teilnehmer der Fortbildung „Gewässeruntersuchungen“ am Sonnabend auf dem Programm. Denn bei dem eintägigen Seminar im Mitmach-Projekt „Aktion Wasser“gab es zahlreiche Experimente zu den physikalischen und chemischen Eigenschaften der flüssigen Sauerstoff- und Wasserstoff-Verbindung. Sie sind erforderlich, wenn es darum geht, die Qualität eines Gewässers zu bestimmen und Umweltbelastungen zu dokumentieren.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Thematik und Methodik ging es am frühen Vormittag für die Seminarteilnehmer mit einer kleinen Exkursion los. Die Wasserproben aus Sieltief und Graben in Iffens wurden dann im Labor der Umweltstation genau untersucht. In zwei Gruppen analysierten die Teilnehmer, von denen einige bereits über Laborerfahrungen verfügten, andere dagegen ganz unbedarft waren, die Gewässerproben. Angeleitet wurden sie währenddessen von den BUND-Mitgliedern Dr. Wolfgang Meiners, Gert Rosenbohm und Petra Leifert.

Bestimmt wurden unter anderem der Sauerstoff-, Nitrat- und Phosphatgehalt sowie das Vorkommen von Kleinstorganismen wie Köcherfliegen- oder Steinfliegenlarven. Erstere, also chemisch-physikalische Beobachtungen, entsprechen dabei einer Momentaufnahme, die nach einem kurzen Regenguss schon wieder ganz anders aussehen kann. So genannte makroskopisch-biologische Feldmethoden sind im Vergleich dazu wesentlich aussagekräftiger, da sie Auskunft über die an einem Beobachtungspunkt lebenden Tier- und Pflanzenarten geben. Ein spannendes Unterfangen, das viel Genauigkeit und Protokollierung erfordert.

Dabei zeigte sich, dass die beiden Iffenser Gewässer mäßig bis kritisch belastet sind. Und es hat sich dort die Ostseegarnele angesiedelt, die normalerweise in maritimen Gewässern und an Flussmündungen beheimatet ist. Zurückzuführen sind solche Funde auf die Zuwässerung mit dem Brackwasser, das nach den Weservertiefungen einen deutlich höheren Salzgehalt aufweist. Damit die Gewässer ökologisch nicht kippen, sondern weiterhin gespült und als Viehtränke genutzt werden können, bedarf es aber des Süßwassers.

„Ich finde dieses Seminar total spannend“, sagte die Bochumer Ärztin Karin Kleemeyer-Willburger, die in Fedderwardersiel ein Ferienhaus hat. Sie stammt aus Blexen; andere Teilnehmer kamen aus der Wesermarsch, aber auch aus den Kreisen Cuxhaven und Osterholz.

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