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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

PORTRAIT: Im Banne der Geschichte Stedingens

01.07.2005

BERNE /OLDENBURG Der ehemalige Berner Schulleiter erhielt die Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft. Heute schreibt er vor allem fürs Internet.

von Hauke fooken BERNE/OLDENBURG - Gerold Meiners und die Geschichte Stedingens gehören zusammen. Einmal abgesehen davon, dass er während seiner Zeit als Leiter der Hauptschule Berne (1965 bis 1988) selbst Schulgeschichte geschrieben hat, sind es vor allem seine heimatkundlichen Arbeiten, die den Namen Meiners auch jenseits der Stedinger Grenzen bekannt gemacht haben. So bekannt, dass der 1925 in Hahn (Kreis Ammerland) geborene Autor von Büchern wie „Stedingen und die Stedinger“ oder der zweibändigen „Chronik der Stedinger Schulen“ jetzt die Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft erhielt (die NWZ berichtete).

Schon frühzeitig war für Meiners klar, dass er Lehrer werden wollte. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg begann er eine Ausbildung an der Lehrerbildungsanstalt in Vechta, die er zunächst nicht beenden konnte, weil er zur Wehrmacht einrücken musste. Von 1943 bis 1945 war Meiners Soldat. Im Februar 1945 erlebte er die verheerenden Luftangriffe der Alliierten auf Dresden.

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1947 machte er sein Abitur nach, 1949 bestand er an der Pädagogischen Hochschule in Oldenburg die erste Lehrerprüfung. In Neuenburgerfeld (Friesland) startete Meiners seine Lehrerkarriere. Weitere Stationen in Augustgroden, Altenesch und schließlich Berne folgten.

Wie viele Lehrer und Pastoren vor ihm, verschrieb sich Meiners der Heimatgeschichte und der plattdeutschen Sprache. Die Idee, Geschichte aufzuschreiben, verwirklichte er in Berne. „Als Ende der 60er Jahre die kleinen Dorfschulen nach und nach aufgelöst wurden, kamen deren Archive in die Hauptschule“, so Meiners. Dort fand er den Stoff für spätere Artikel, Aufsätze und Bücher. In Oldenburger Archiven vertiefte er seine Kenntnisse über Land und Leute. „Es ist schon sehr ermüdend, alte Akten zu lesen“, räumt er ein, „aber ich habe es durchgehalten.“

Und heute? „Ich schreibe nur für mich. Vieles liegt in der Schublade“, sagt der Vater einer Tochter, der mit seiner Frau Hilla nach der Pensionierung nach Oldenburg zog. Doch so ganz mag er die Finger nicht vom Schreiben lassen. „Ich schreibe heimatkundliche Artikel für das Internet – auf Plattdeutsch.“ Ganz nebenbei hilft er den Netzadministratoren mit seinen immensen Kenntnissen der niederdeutschen Sprache auf die Sprünge. Denn: „Die haben oft kein Gespür für das Plattdeutsche.“

Gespür hat Meiners auch für plattdeutsche Gedichte. Auf seinem Schreibtisch liegen die Druckfahnen für eine Neuauflage von „Miene plattdüütschen Gedichten“. „Nach der Ehrung gab es mehrere Anfragen nach dem Band, da habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht.“

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