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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Intergalaktische Leuchttürme und Staubsauger

06.02.2016

Lemwerder Neutronensterne, Supernova und schwarze Löcher: Keine leichte Lernkost, die Dr. Saskia Grunau vom Institut für Physik der Carl von Ossietzky Uni Oldenburg den Schülern des fünften und sechsten Jahrgangs des Gymnasiums Lemwerder an diesem Vormittag auftischt. Aber die junge Wissenschaftlerin versteht es glänzend, über Bewegungen und Veränderungen von Himmelskörpern so kindgerecht zu sprechen, dass selbst die Gesetze der Schwer- oder Fliehkraft bei den aufmerksam zuhörenden Gymnasiasten keine Verständnisschwierigkeiten hervorrufen.

Grunau spricht von einem intergalaktischen Leuchtturm, wenn sie einen Neutronenstern beschreibt, während sie die Wirkung eines schwarzen Loches wiederum mit dem Staubsaugerprinzip (alles hineinsaugen) erklärt. Und fasst ihre Forschungsarbeit an der Uni schließlich so zusammen: „Ich hab’ den geilsten Job der Welt!“

Dazu wirft sie prägnante (Lehr-)Sätze vom Laptop auf eine Leinwand, lockert ihren Vortrag mit kleinen Filmchen oder Comiczeichnungen auf und macht mit all dem ganz viel Appetit, sich mit den Himmelskörpern intensiver zu beschäftigen.

Diese „Geschichten aus dem Leben eines Sterns“, wie Grunau ihren Vortrag umschreibt, ist tatsächlich der von Schulleiterin Marianne Weigel in der Begrüßung angekündigte „Unterricht in etwas anderer Form“ in der Pausenhalle. Der informative Vormittag mit der Gastdozentin ist Teil des Geburtstagsprogramms anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Gymnasiums Lemwerder (die NWZ  berichtete).

Anschließend fragen die Fünft- und Sechstklässler der Astrophysikerin fast noch ein Loch in den Bauch – immerhin kein schwarzes. Geduldig beantwortet die Wissenschaftlerin jede Frage. Nur bei einer muss sie passen: Was hinter dem Universum ist, das weiß leider auch Dr. Saskia Grunau nicht.