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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Junge Eltern unterstützen

18.05.2017

Brake Wie Umfangreich die Arbeit einer Familienhebamme ist, machte Gertrud Bölke bei der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit im Kreishaus deutlich. Die Tätigkeit der Familienhebamme begann im Jahr 2008 als Projekt „Frühe Hilfen“. Die Koordination der Einsätze erfolgt durch den Fachdienst Gesundheit beim Landkreis Wesermarsch.

Koordinatorin Gertrud Bölke wies in der Sitzung am Dienstag darauf hin, dass speziell auf die medizinische und psychosoziale Beratung von denjenigen Schwangeren, jungen Müttern und ihren Säuglingen Wert gelegt werde, bei denen die Gefahr einer Kindesvernachlässigung prinzipiell möglich sei. Durch aufsuchende Betreuung könnte die Elternkompetenz gestärkt und so diese Gefahr gebannt oder zumindest stark vermindert werden, sagte sie.

Wie Gertrud Bölke ausführte, seien von April 2008 bis April 2017 insgesamt 419 Familien betreut worden. 36 Minderjährige, Schwangere oder bereits junge Mütter, waren darunter. Das Durchschnittsalter der Eltern liegt bei 24 Jahren. „Es handelt sich überwiegend um alleinerziehende Mütter“, so die Mitarbeiterin des Fachdienstes Gesundheit.

Für die meisten Familien wurde eine schwierige Sozialsituation festgestellt. Sie lebten in schlechten, zu engen Wohnverhältnissen. Eine fehlende Erziehungskompetenz zieht sich nach ihren Worten aber durch alle sozialen Schichten. Schwangerschaft und Geburt würden zunächst als große Freude empfunden, doch dann seien die jungen Familien total überlastet. Sie zeigten oftmals wenig Bereitschaft, Hilfe anzunehmen.

Es handelt sich um ein kostenloses Angebot des Landkreises. „Wir können unterstützen, aber nicht ändern“, betonte Gertrud Bölke. Durch die Tätigkeit der Familienhebamme würde aber eine gute Basis für die Zeit nach der Geburt geschaffen. Die Betreuung der Familien trüge zur gesundheitlichen und sozialen Verbesserung bei. Das sei eine wichtige Form zum Schutz des Kindes. Ein bis zwei Stunden pro Woche würden je Familie aufgewendet. Die Betreuung dauert nach ihren Worten bis zu 16 Monate.