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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Sie bohren, löten, schweißen

26.06.2018

Lemwerder „Ich bin irgendwie traurig, dass die AG nun zu Ende ist“, gesteht Eric. Aber auf jeden Fall werde er im kommenden Schuljahr wieder mitmachen und zudem versuchen, ein drittes Mal dabei zu sein – was eigentlich nicht üblich ist.

Der Sechstklässler der Eschhofschule Lemwerder gehört zu den sechs Jungen und zwei Mädchen, die während des vergangenen Schuljahrs einmal wöchentlich in einer Nachmittags-AG die Lehrwerkstatt der Werft Abeking & Rasmussen besucht haben.

Angeleitet von Auszubildenden des 2. und 3. Lehrjahrs, konnten die Sechst- bis Achtklässler im Bereich Metall/Elektro in die reale Arbeitswelt hineinschnuppern. Sie haben dabei gelernt, wie man bohrt, schleift oder lötet. Ein Namensschild aus Messing war die erste Arbeit, die von den Schülern diesmal angefertigt werden durfte.

Ihm sei die AG zugeteilt worden, verrät Leon schmunzelnd, der im Nachhinein aber sehr froh darüber ist. Besonders das Löten der elektronischen Bauteile habe ihm viel Spaß gemacht, sagt er.

Emily ist besonders stolz auf das Radio, das genauso wie ein Krabbelkäfer, ein Würfel, ein metallenes Solitärspiel oder ein kleines Swathschiff entstanden ist. Gerne beweist die Elfjährige, dass das Radio, an dem neben allen gelöteten Elementen selbstverständlich auch das dazugehörige Gehäuse selbstgebaut ist, tatsächlich funktioniert.

Als Mädchen in so einem Beruf zu arbeiten, findet sie genauso normal wie ihre Freundin Sophie. Auch wenn alles Spaß gemacht habe, so sei es für sie zu früh, sich schon beruflich Gedanken zu machen. Lieber probieren sie erst einmal alles Mögliche aus, ist die Meinung der beiden Sechstklässlerinnen.

Im siebten Jahr befindet sich diese Kooperation zwischen Schule und Betrieb. Die Nachmittags-AG, die halbjährlich begann und erst nur das Thema „Metall“ beinhaltete, wurde inzwischen auf ein ganzes Schuljahr und den Bereich „Elektro“ ausgeweitet. Den vier Auszubildenden, die alles vorbereiten und betreuen, biete das die Möglichkeit, das Gelernte zu vertiefen, ist Ausbildungsleiter Helge Ziems-Gillerke überzeugt von den vielen guten Seiten, die dieses Projekt hat.

Wie alle anderen Mitarbeiter bekamen die acht bis zehn Schüler einen Werksausweis. Damit konnten sie das Gelände oder die Umkleideräume betreten, in denen sie einen Spind für ihre Sicherheitsschuhe und Arbeitsschürzen hatten. „Es ist wichtig, den Kindern die handwerkliche Arbeit nahe zu bringen, um zu zeigen, wie viel Spaß man dabei haben kann. Wir freuen uns, wenn die Schüler dann in der 8. und 9. Klasse zu einem Praktikum wiederkommen, bei dem sie die Fertigung kennenlernen“, erklärt der Ausbildungsleiter. Auf beiden Seiten genau wissend, was sie erwartet, sind dadurch schon einige Ausbildungsverträge zustande gekommen.

Dörte Kruse leitet die Berufsorientierung an der Eschhofschule. „Zwei Nachmittags-AGs in der Woche sind an der teilgebundenen Ganztagsschule Pflicht“, sagt sie. Zur Auswahl stünden neben vielen anderen Angeboten die Hausaufgabenhilfe, Kochen oder auch Sportliches wie Fußball, Handball, Faustball oder Tennis.

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