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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

An Ideen zur Rettung der Schule mangelt es nicht

26.08.2019

Lemwerder Wie kriegen wir die Kuh vom Eis? Jede Idee zählt – so lautete das Motto am Freitagabend im Gemeindehaus Bardewisch. Redebedarf gibt es reichlich, das war bereits am Vortag klar geworden. Kurzfristig hatte man letzte Woche die drohende Schließung der Eschhofschule auf die Tagesordnung des Planungsausschusses gesetzt.

Daran anknüpfend sollte bei dem Treffen nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Oliver Hildebrand übernahm die Moderation. Man sei nicht zusammengekommen, um Schuldzuweisungen auszusprechen, sondern um Denkanstöße und Ideen zu sammeln, betonte Dörte Woltjen gleich zu Beginn. Ihren besonderen Dank sprach die Schulelternsprecherin dabei Bürgermeisterin Regina Neuke und den Vertretern der Ratsfraktionen für die Unterstützung aus.

Wie es denn überhaupt angehen könne, dass im Kreis mit nicht aktuellen Zahlen gearbeitet werde? So etwas habe in diesem Fall schließlich Auswirkung auf zwei Gemeinden, wollte ein Vater wissen. In Lemwerder habe es in den letzten Monaten ungewöhnlich viele Zuzüge gegeben, erklärte die Bürgermeisterin, die genau wie Vertreter sämtlicher Ratsfraktionen oder Schulleiter Andreas Diercks zu den Teilnehmern des Treffens gehörte. Die zugrundegelegten Schülerzahlen stammen vom September 2018. Allein im Baugebiet Schlüte habe es aber im letzten halben Jahr einen Zuwachs von mindestens 50 bis 60 Personen gegeben.

An Ideen und Argumenten für einen Schulerhalt mangelte es den Anwesenden nicht. Inklusion, die Auszeichnung als „Schule mit Courage“, die seit Jahren bestehende Zusammenarbeit mit Abeking & Rasmussen, kurze Wege oder soziale Bindungen wurden dabei angeführt. Die Trägerschaft vom Landkreis wieder auf die Gemeinde zu übertragen, war einer der Lösungsvorschläge, der allerdings von Harald Schöne (FDP) als unrealistisch eingeschätzt wurde. Von der Idee, die Oberschule Berne als Haupt- und Lemwerder als Außenstelle zusammenzuschließen, hielt Schulleiter Diercks angesichts der damit einhergehenden Pendelei der Lehrkräfte nichts. In einer Viertelstunde sei der Weg zwischen den Gemeinden nicht zu bewältigen und das würde zulasten der Schüler gehen, die gegebenenfalls auf die Lehrer warten müssten, argumentierte er.

Ein anderer Vorschlag war der in die Umwandlung in eine Lemwerderaner Gesamtschule mit gymnasialem Zweig. Dazu müssten allerdings erst einmal die Betroffenen des Gymnasiums angehört werden. Vorteile hätte es für beide Schulen durch beispielsweise ein größeres Kursangebot oder eine gemeinsame Mensa. Auch eine Kooperation beider Oberschulen wurde vorgeschlagen.

Regina Neuke versprach, die Vorschläge abzuklopfen. Ein Arbeitskreis soll gebildet werden. Zumindest wurde schon einmal erreicht, dass alle nun bis Ende Oktober Zeit für eine Stellungnahme haben. „Gesetze sind immer so, dass es irgendwo eine Lücke gibt. Dazu gibt es viele Beispiele in der Wirtschaft“, machte Dörte Woltjen Mut. Für den Schulerhalt wird am Dienstag, 27. August, 15.15 Uhr demonstriert.

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