• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Los geht’s in der vierten Klasse

10.01.2017

Brake Nachrichten lesen im Bus, ein kurzes Spiel in der Pause oder mal eben schnell der besten Freundin über WhatsApp Hallo sagen – für die Jugendlichen ist das Smartphone aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. „Also eine Woche könnte ich es vielleicht abgeben, dann hätte ich aber schon Entzugserscheinungen“, meint Joel aus der Klasse 6c vom Gymnasium Brake. Und seine Mitschüler Finn und Erik stimmen ihm zu: „Wir nutzen es eigentlich die ganze Zeit, zum Beispiel beim Busfahren, wenn man nichts zu tun hat.“

Etwas zu tun haben Julia und Angelique eigentlich in ihrer Pause – die beiden Mädchen aus der Klasse 8d tauschen sich gerade über die Ferien aus. Und trotzdem wandert der Blick immer wieder auf das Smartphone in der Hand. „Ich nutze es viel, wahrscheinlich zu viel“, gibt Julia direkt zu. Sie habe sogar eine App auf dem Handy, mit der man die Nutzung verfolgen könne, berichtet die 14-Jährige. „So acht Stunden am Tag kommen da schon zusammen.“ Dass sie dabei auch mal in der Schule oder sogar im Unterricht darauf schaue, komme hin und wieder vor – trotz Handyverbot am Gymnasium.

„In unserer Hausordnung steht ganz klar, dass Handys während der Schulzeit ausgeschaltet sein müssen“, erklärt Oliver Voigt, Mitglied der erweiterten Schulleitung. Ganz so streng sehe das aber keiner: „Es kommt auch mal vor, dass Kollegen im Unterricht ganz konkret die Nutzung erlauben, beispielsweise für die Recherche oder kleinere Videoprojekte.“ Und in Zukunft spielen Smartphones im Unterricht wahrscheinlich eine noch größere Rolle, prophezeit Voigt: „Über 90 Prozent der Schüler haben ihr Gerät sowieso immer dabei. Im Moment scheitert es noch am WLAN, aber wenn in naher Zukunft die Infrastruktur passt, könnte ich mir vorstellen, die Smartphones unterrichtsbezogen zu nutzen.“

Ein wenig zurückhaltender ist man da an der IGS/HRS Brake. „Wir dürfen das Handy an der Schule nicht benutzen, höchstens mal als Taschenrechner im Matheunterricht“, erzählt Emily aus der zehnten Klasse. „Die Geräte sind mit Betreten der Schule auszuschalten“, erklärt Schulleiter Robert Ringwelski. Internetrecherchen im Unterricht gebe es nur in Ausnahmefällen und stets unter Aufsicht der Lehrer. „Und auch der Negativmaßnahmenkatalog bei Missachten des Verbotes ist dementsprechend lang.“ Dennoch lege die IGS/HRS sehr viel Wert auf Medienerziehung: „Es gibt bei uns Kurse zu den Gefahren des Internets“, erzählt der Ringwelski. Dass die Digitalisierung auch vor der Schule nicht Halt macht, weiß der Schuleiter. „Natürlich können wir uns eine intensivere, unterrichtsbezogene Nutzung vorstellen, aber dafür müsste die technische Ausstattung gegeben sein. Und dann stellt sich die Frage, ob Smartphones ausreichen oder ob man sich eher auf Tablets konzentriert.“

BILD: Gloria Balthazaar

Was ist ein Smartphone?

Ein Smartphone ist im Vergleich zu einem normalen Handy vielseitiger. Telefonieren rückt in den Hintergrund, wichtiger ist die Internet-Kommunikation.

Vor zehn Jahren brachte Apple das iPhone auf den Markt. Das Telefon mit Touchscreen war revolutionär – ein Computer für unterwegs.

2016 war das Smartphone das meistgenutzte Gerät für den Internetzugang. Zwei Drittel der Deutschen gingen einer Onlinestudie zufolge über die mobilen Geräte ins Netz.

Als Alleskönner ist das Gerät nicht mehr wegzudenken: Uhr, Telefon, Kamera, Spielkonsole, digitale Zeitung oder Fernseher – das Smartphone kann alles.

Ganz anders sieht es an der Grundschule in Boitwarden aus: „Von der ersten bis zur dritten Klasse haben nur vereinzelt Kinder ein Smartphone. In der vierten Klasse nimmt das dann schon deutlich zu. Viele bekommen die alten Handys der Eltern“, weiß Schulleiter Ralf Gloystein. Der Großteil der Kinder bringe die Geräte aber gar nicht mit. „Die Eltern wissen, dass es ein Handyverbot gibt und wollen das Smartphone auch nicht mitgeben.“ Zuhause anrufen könnten die Kinder im Notfall dennoch jederzeit – ganz klassisch über den Festnetzapparat im Schulsekretariat.

Liebe Leserinnen und Leser,
sehr gespannt sind wir auf Ihre Geschichten. Wenn Sie Ihre Handy-Erlebnisse – gerne mit Foto – mit anderen teilen möchten, wenden Sie sich per Mail an: red.brake@nwzmedien.de
Lesen Sie auch:
Gloria Balthazaar Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2714
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.