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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ferienkurs: Mädchen programmieren Roboter

28.10.2014

Nordenham Wie programmiere ich einen Roboter? Wie surfe ich sicher durchs Internet? Wo lauern Viren und andere Fallstricke? Antworten auf diese Fragen suchen in dieser Woche eine Handvoll Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren in einem Kurs der Volkshochschule, der sich ausschließlich an Mädchen richtet.

Fünf Tage, jeweils von 9 bis 17 Uhr, lernen die Mädchen, sich im Internet zurechtzufinden. Nubia Alejandra Fecht, Lehramtsstudentin in den Fächern Informatik und Spanisch an der Universität Oldenburg, unterrichtet sie. Seit zwei Jahren engagiert sich die geborene Venezolanerin bei solchen Projekten, leitet Robotik-Arbeitsgemeinschaften an Schulen oder Kurse wie den in der Volkshochschule.

Vorurteilen begegnen

Annett Wentow ist Gleichstellungsbeauftragte im Bereich Informatik an der Uni Oldenburg und an der Organisation solcher Kurse beteiligt. „Die Arbeitsweise ist bei Männern wie Frauen gleich“, sagt sie. Das Problem sei die Motivation. Für Frauen sei es sehr wichtig, zusammen mit anderen an etwas arbeiten zu können – und auch Kreatives dürfe nicht dabei nicht fehlen. Das gebe es durchaus in der Informatik. Dem Vorurteil, das Fach passe nicht zu Mädchen, könne so begegnet werden, sagt Annett Wentow.

Beispielsweise bekommen die Mädchen eine Platine, die an den Computer per USB-Kabel angeschlossen werden kann. Damit lassen sich die Pfeiltasten bedienen, Klicktasten und die Leertaste drücken. „Daran kann man anschließen, was man will, es muss nur Strom leiten können“, sagt Annett Wentow. Zur Not könne man den Strom auch gefahrlos durch den eigenen Körper leiten – und so die Befehle an den Computer weitergeben.

In der Woche erfahren die Mädchen, wie Suchmaschinen arbeiten. Außerdem lernen sie, welche Rechte sie an ihren Bildern haben – und dass andere diese nicht einfach beispielsweise auf Facebook posten dürfen, wenn die Mädchen das nicht wollen.

Mit Lego und Hightech

Auch die Praxis steht auf dem Lehrplan: Aus Legosteinen und einem speziellen Endgerät, bestehend aus Prozessor und Motor, bauen sie einen Roboter, der selbstständig arbeitet und mit Sensoren ausgestattet ist. Welche Bewegungen der Roboter macht, steuert ein Programm. Dieses schreiben die Mädchen selbst, wofür sie ein spezielles Hilfsprogramm nutzen.

Angesichts der vielen Zeit, die die Mädchen beschäftigt sind – immerhin die Hälfte der Ferien, sei man mit sechs Teilnehmern gut aufgestellt. Ziel sei es auch, Nachwuchs für die Informatik zu kreieren – und auch Mädchen diesen Beruf nahezulegen, sagt Annett Wentow.

„Ich will wissen, wo ich sicher surfen kann“, sagt die 14-jährige Teilnehmerin Rebecca Luers und meint damit, dass sie keine Viren auf ihrem Rechner kriegen will noch Scherereien rechtlicher Art. Die elfjährige Kira Tippe ist schon gespannt, wie das mit dem Programmieren ablaufen soll – genauso wie die gleichaltrige Elisabeth Beckmann.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Maximilian Müller Volontär / NWZ-Redaktion
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