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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Mehr Anerkennung für pflegende Berufe

12.05.2017

Brake Einfach mal Danke sagen: Das haben sich die Bewohner des Christophorus-Hauses in Brake für den heutigen 12. Mai vorgenommen. Am „internationalen Tag der Pflegenden“ wollen sie für ihre Pflegekräfte singen und ihnen einen Blumenstrauß überreichen.

Am Tag der Pflegenden soll den Pflegekräften weltweit Anerkennung gezollt werden, die sich täglich in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei ambulanten Diensten um ihre Patienten kümmern. Ihre Arbeit wird dabei im Hinblick auf den demografischen Wandel und einer steigenden Zahl von Pflegebedürftigen immer wichtiger. Doch es herrscht Fachkräftemangel, benötigtes, ausgebildetes Personal ist immer schwieriger zu bekommen.

Fachkräfte gesucht

Der Fachkräftemangel im Pflegebereich ist auch in Brake und der Wesermarsch ein großes Thema. „Die Anzahl an benötigten Kräften steigt, aber unsere Bewerberzahl stagniert“, berichtet Sabine Ahlhorn, Studiendirektorin für Pflege, Sozialpädagogik und Gastronomie an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Wesermarsch. Die benötigten Schulplätze seien da, aber es fehle an Bewerbern.

Doch nicht nur die Schulplätze bleiben unbesetzt, auch in Pflegeeinrichtungen in Brake fehlt es an Bewerbern. So gebe es auch beim Christophorus-Haus offene Stellen, berichtet Einrichtungsleiter Michael Wilhelm. Auch Ausbildungsplätze würden unbesetzt bleiben. „Wir haben drei Ausbildungsplätze, von denen meistens nur zwei besetzt werden können“, erzählt der Einrichtungsleiter und ergänzt, „wir würden auch vier nehmen, wenn es geeignete Bewerber gäbe.“

Häufig würden auch Pflegefachkräfte den körperlich anstrengenden Beruf wechseln. Aus diesem Grund stehe beim Christophorus-Haus ein guter Umgang mit den Mitarbeitern im Vordergrund und es werden beispielsweise Kurse angeboten, um Tipps für eine Rücken schonende Arbeit zu geben oder Verteidigungskurse, die das Sicherheitsgefühl der ambulanten Kräfte stärken.

Auch bei den Krankenhäusern mache sich der Fachkräftemangel bemerkbar, erklärt Dirk Schrage, Pflegedienstleiter am St. Bernhard-Hospital in Brake. So liege die Fachkräftequote beim Braker Krankenhaus noch bei 95 Prozent, aber es blieben auch Stellen unbesetzt, so wird beispielsweise Fachpersonal für die Intensivstation gesucht. Um die Pflege gewährleisten zu können, müsse daher zum Teil angelerntes Personal eingestellt werden, dass die Pflegefachkräfte unterstütze. Das sei per se nicht schlecht, meint Dirk Schrage, da diese Helfer einfache und administrative Arbeiten übernehmen könnten. Aber es dürften nicht zu viele werden.

Umfangreiche Arbeit

Ein weiteren Grund für den Fachkräftemangel im Pflegepersonal sei die fehlende gesellschaftliche Anerkennung des Berufsfeldes, meint Michael Wilhelm. So sei die Tätigkeit in Altenpflegeheimen nicht nur das Waschen der Patienten. Es gehöre auch dazu, unter anderem auf den gesundheitlichen Zustand einzugehen, wie zum Beispiel Verbände zu wechseln, Medikamente zu geben oder mit Ärzten zu kommunizieren.

Auch die Arbeit im Krankenhaus sei umfangreich, erklärt Dirk Schrage. Sie erstrecke sich von den grundlegenden pflegerischen Tätigkeiten wie Essen anreichen, über die medizinische Kontrolle mit der Teilnahme an Visiten sowie Wundversorgung bis hin zur Ernährungsberatung und Führung der Patientenakte. Hinzukomme ein seelsorgerischer Teil, wie beispielsweise bei Trauergesprächen mit Angehörigen.

Für Schrage wird das Bild der Pflege in der Öffentlichkeit populärer, da diese sich professioneller aufstelle, beispielsweise durch Studiengänge – auch wenn ihr noch immer das zustehende Prestige fehle.

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Renke Hemken-Wulf Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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