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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Diskussion: Ministerin versteht die Verärgerung

07.05.2015

Rodenkirchen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hat Verständnis für die Verärgerung vieler Lehrer über ihre Arbeitsbedingungen geäußert. Sie forderte die Pädagogen aber bei einer Diskussions am Mittwochnachmittag in der Mensa der Oberschule auf, auch die vielen Verbesserungen anzuerkennen, die die rot/grüne Landesregierung seit ihrem Amtsantritt Anfang 2013 auf den Weg gebracht habe.

Rund 80 Lehrer, Gewerkschaftsvertreter, Erzieherinnen, Eltern und Bürgermeister waren der Einladung der Ministerin zu einer Diskussion über die Neufassung des Schulgesetzes gefolgt, zu der die Ministerin eingeladen hatte. Die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann, Hiddigwarden, moderierte. Zuvor hatte die Ministerin sich von Rektor Jürgen Janssen die Oberschule zeigen lassen.

Zu wenig Geld

Frauke Heiligenstadt schilderte ihrem Publikum den engen finanziellen Spielraum, in dem sie „mehr Chancengleichheit“ schaffen will. Zwar ist der Kultusetat mit 5 Milliarden Euro – 20 Prozent des Landeshaushaltes – schon der größte, aber große Sprünge sind nicht drin. Deshalb legt die Regierung bis 2018 weitere 1,3 Milliarden drauf, von denen die Lehrer binnen vier Jahren 320 Millionen selbst erwirtschaften müssen – an den Gymnasien durch Verzicht auf die von der Vorgängerregierung versprochene Altersentlastung und die Erhöhung der Zahl der Wochenstunden auf 24,5.

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Dr. Sebastian Wegener vom Gymnasium Nordenham kritisierte, dass Rot/Grün dieses Spar-Detail erst nach der Wahl verraten habe. Hätten die Parteien vorher ehrlich informiert, wäre die Wahlentscheidung manches Gymnasiallehrers anders ausgefallen, sagte Sebastian Wegener. Er warf der Regierung zudem vor, durch Verschlechterung der Bildungsstandards indirekt die Privatschulen zu fördern, auf die Besserverdienende ihre Kinder künftig öfter schicken würden.

Kritik an Boykott

Das wies Frauke Heiligenstadt ebenso zurück wie die Unterstellung, dass das Sitzenbleiben abgeschafft werden solle. Das gelte nur für besondere Bereiche, etwa die Grundschulen. Sie kritisierte, dass die Gymnasiallehrer ihrer Frustration durch einen Klassenfahrten-Boykott Ausdruck verliehen. Klassenfahrten seien wichtig für eine gute Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern. Auf eine Frage von Klaus-Dieter Laske, Direktor des Gymnasiums Nordenham, sagte sie, die Senkung der Klassenstärken sei auf dem Weg .

Heidrun Beck, Leiterin der Oberschule Nordenham, forderte eine stärkere Ausstattung mit Sozialpädagogen und Beratungslehrern. Frauke Heiligenstadt setzt auf einen Dreiklang aus mehr Schulpsychologen, die mehr Beratungslehrer ausbilden, mehr Stunden für vorhandene Beratungslehrer und mehr Sozialpädagogen.

Artur Post, Leiter der Berufsbildenden Schulen, beklagte eine Unterrichtsversorgung von nur 89 Prozent. Die Ministerin konnte ihm nur schrittweise Verbesserungen versprechen.

Angelika Vogt, Personalratsvorsitzende am Gymnasium Nordenham, dankte der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass diese eine Studie über die Arbeitsbelastung von Lehrern in allen Schulformen in Auftrag gegeben hae. Dazu sagte Heiko Pannemann, GEW-Chef in der Wesermarsch, eine erste Studie habe ergeben, dass Lehrer nur noch 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Unterricht verbringen. Dass müsse ebenso dringend anders werden wie die Stundenbelastung für Grundschullehrer.


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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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