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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Mit Courage gegen den Rassismus

06.05.2011

NORDENHAM Die Sprachen sind unterschiedlich, aber die Aussage ist gleich: „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Unter diesem Motto steht ein dreitägiges Projekt, das die Schülervertretung an der Realschule I auf die Beine gestellt hat. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass wir gegen Rassismus jeder Art sind“, sagt Schülersprecher Dennis Kloppenburg. Eine zusätzliche Besonderheit bekommen diese Projekttage durch die Tatsache, dass sie von den Schülern selbst angeregt und organisiert worden sind.

„Das ist eine tolle Eigeninitiative“, lobt Rektorin Heidrun Beck das Engagement der Jungen und Mädchen. Weil das Anti-Rassismus-Projekt so erfolgreich abgelaufen ist, wünscht sich die Schulleiterin in zwei oder drei Jahren eine Neuauflage.

Bundesweite Kampagne

Schülersprecher Dennis Kloppenburg hatte gemeinsam mit seinen Stellvertreterinnen Jana Gooßen und Milena Schröder das Thema Rassismus aufgegriffen und den Vorschlag gemacht, dass sich die Realschule I an einer bundesweiten Kampagne der „Aktion Courage“ beteiligen könnte. Der Betreuungslehrer für die Schülervertretung, Ingo Voss, unterstützte die Idee und gab den Schülern bei der Umsetzung weitgehend freie Hand.

Eine der ersten Maßnahmen war eine Unterschriftensammlung unter allen Schülern und Lehrern. Sie wurden aufgerufen, drei Grundsätze gegen Diskriminierung und Gewalt an der Schule zu unterzeichnen. 95 Prozent der Schüler und Lehrer setzten ihre Namen auf die Liste; die restlichen 5 Prozent fehlten aus Krankheitsgründen. Mit dieser beeindruckenden Quote hat die Realschule I die 70-Prozent-Hürde locker überwunden, die erfüllt werden muss, um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen zu dürfen. Rund 900 Schulen in Deutschland führen inzwischen diese Bezeichnung.

Die Schülervertretung entwickelte im nächsten Schritt ein Programm für die Projekttage, an denen sich die 530 Realschüler in Gruppen und Workshops mit den vielen Facetten des Rassismus auseinandersetzten. Die Leitung und Betreuung der Gruppen übernahmen Zehntklässler in Zusammenarbeit mit den Lehrern.

Eltern auch beteiligt

Zudem beteiligte sich der Präventionsberater der Nordenhamer Polizei, Edwin Krüger, mit einem Projekt über Gewalt auf der Straße. Um auch den Themenbereich „Sexuelle Orientierung“ abdecken zu können, hatte die Schülervertretung das Oldenburger Schwulen- und Lesbenzentrum „Na und“ eingeladen, das mit drei Vertretern vor Ort war. Auch einige Eltern machten mit. Zum Beispiel Necmiye Kilic, die über den Islam informierte, und Serife Karakaya, die mit den Schülern internationale Speisen zubereitete.

Die Bandbreite der Projektgruppen, die am Mittwoch zum ersten Mal zusammengekommen sind und an diesem Freitag ihre Ergebnisse präsentieren, ist sehr weit gefasst. Die Themen reichen von Kochen, Kunst und Fairplay bis zu Schriften, Sprachen, Musik, Tanz und Zirkus. Als bleibende Erinnerung haben zwei Workshop-Gruppen künstlerische Arbeiten geschaffen. Dabei handelt es sich um eine Collage aus Händeabdrücken sowie um eine große Papptafel, auf der die Kontinente der Erde und die Fahnen vieler Nationen abgebildet sind. Hinzu kommen die jeweiligen Übersetzungen des Mottos „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Ihre Ergebnisse präsentieren die Projektgruppen an diesem Freitag von 8.30 bis 11 Uhr in den Schulgebäuden an der Pestalozzi­straße . Dazu sind auch Eltern und andere Interessierte eingeladen. In der 5. Stunde versammeln sich alle 530 Mädchen und Jungen der Realschule I, um sich zu dem Schriftzug „Against Racism“ aufzustellen. Davon wird ein Foto aufgenommen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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