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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Mensch Des Jahres: Mit den Kindern kommen die Ämter

04.01.2017

Rodenkirchen Viele glauben: Wer kleine Kinder hat, kommt nicht dazu, ein Ehrenamt auszuüben. Bei Inge Diehm war es genau anders herum: Mit den Kindern kamen die Ehrenämter. Erst im Kindergarten, dann in der Schule. Diese Zeiten sind längst vorbei, aber die ehrenamtliche Arbeit ist nicht weniger, sondern mehr geworden.

Inge Diehm ist im weitesten Sinne sozial engagiert, vor allem – aber nicht nur – in der Kirche. Der Lohn dieser Arbeit ist ein riesiger Bekanntenkreis in Rodenkirchen.

Seit 41 Jahren lebt sie hier. Geboren wurde Inge Diehm im Mai 1955 in Lauenförde im Weserbergland. Dort wuchs sie auf und absolvierte eine Ausbildung zur Industriekauffrau.

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Den Rosenmontag 1975 verbrachte sie mit ihren Kollegen „im besten Hotel der Stadt Beverungen“, wie sie sagt. Zu den Gästen gehörte auch ein Ingenieur der Nordwestdeutschen Kraftwerke AG (NWK), der gerade im Kernkraftwerk Würgassen tätig war: Manfred Diehm.

Er bemühte sich um die junge Frau, und am 20. Dezember 1975 bezogen beide, kurz nach ihrer Heirat, eine Mietwohnung in Rodenkirchen. Denn inzwischen hatte Manfred Diehm eine Stelle beim Kernkraftwerk Unterweser bekommen.

Von Haus zu Haus

Zu Anfang fuhr Inge Diehm noch oft in die alte Heimat, um bei ihrem früheren Unternehmen auszuhelfen. 1978 wurde der Sohn Mathias geboren, es folgte der zweite Sohn Sebastian. Inzwischen war das Ehepaar auch dem Bürgerverein Strohausen beigetreten. Neben der Elternarbeit in Kindergarten und Schule engagierte sich Inge Diehm auch im Bürgerverein: Sie wurde in den Vergnügungsausschuss gewählt, dem sie heute noch angehört. Ebenfalls bis jetzt ist sie als Hauskassiererin unterwegs, um den Jahresbeitrag zu kassieren.

Außerdem studierte sie jedes Jahr mit den Kindern ein Weihnachtsmärchen ein. Die Aufführungen waren beliebt, nicht nur im Bürgerverein selbst. Es entwickelte sich ein kleines Tourneetheater, die Kinder traten auch auswärts auf, beispielsweise in Burhave und Kötermoor. Und auch beim DRK-Seniorenclub zeigten sie ihr Stück. Die Kinder sind längst erwachsen geworden, das Weihnachtsmärchen wird nicht mehr aufgeführt. Aber ein Engelskostüm aus dieser Zeit hat Inge Diehm immer noch bei sich zu Haus an der Möwenstraße, wo sie seit rund 30 Jahren mit ihrem Mann wohnt.

In Kirchenrat gewählt

Im Jahr 2005 sprach sie der damalige Rodenkircher Pfarrer Werner Könitz an und überredete sie, für den Kirchenrat zu kandidieren. Auf Anhieb eroberte sie einen Sitz und verteidigte ihn bei den Wahlen 2012 mit einem deutlich erhöhten Stimmenanteil. Ihre Themen sind der Friedhof, das Kirchenland und der Besuchsdienst. Im Friedhofsausschuss sucht sie zusammen mit den Familien die Grabstellen aus. „Manchmal weine ich mit den Angehörigen“, sagt sie.

„Für die Angehörigen ist es oft eine große Erleichterung, wenn sie nach einem plötzlichen Todesfall ein Grab aussuchen müssen und dabei auf einen bekannten Menschen treffen“, schildert Inge Diehm. Im Besuchsdienst geht sie zu Geburtstagen von Kirchenmitgliedern ab 80, die nicht mehr mobil genug sind, um zu den einmal monatlich stattfindenden Geburtstagsfeiern im Gemeindehaus zu kommen – Feiern, die Inge Diehm auch mitorganisiert.

Bei der Rodenkircher Tafel gehört sie seit der Gründung vor knapp zehn Jahren zum festen Team, außerdem gestaltet sie als Lektorin Gottesdienste mit, hilft alle drei Monate bei der Verteilung des Gemeindeboten und macht Vertretungen im Kirchenbüro.

Vor drei Jahren, im Februar 2014, hat sie von Almut Müller die Leitung des DRK-Seniorenclubs übernommen. Einmal im Monat bietet sie, unterstützt von Lotte Bohlken, Edith Meyer, Edda Menzel, Sigrid Reiß und Almut Müller, den jeweils rund 25 Anwesenden ein paar schöne Stunden. Dazu gehören auch kleine Feiern für die Geburtstagskinder mit Gesang. „Ich kann singen, aber ich bedaure, dass ich kein Instrument spielen kann“, sagt die 61-Jährige.

Ihr Talent zum Singen setzt sie in drei Chören ein: montags im St. Matthew‘s Choir der Kirchengemeinde, mittwochs im Kirchenchor und donnerstags in der Singgemeinschaft Stadland. „Das ist für die Seele“, sagt Inge Diehm.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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