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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Mit Klaro die Welt verstehen

16.05.2017

Brake Um Gefühle und wie man mit ihnen umgeht ging es am Montag in der Eichendorffschule in Brake. „Alle Gefühle sind erlaubt, aber nicht jedes Verhalten. Man darf wütend oder fröhlich sein oder Angst haben“, betonte Gesundheitsförderin Jutta Wetjen vor Schülern der Klasse E1. Die nehmen am Projekt Klasse 2000 teil, das Einmaleins des gesunden Lebens steht darin im Vordergrund.

Wütend zu sein ist okay

Wie man seine Gefühle im täglichen Leben beherrscht, lernten die Kinder mit Klaros Gefühle-Buch. So wurde ein Bild analysiert, auf dem ein Junge einem anderen die Mütze klaut. „Darf der Junge wütend sein?“, fragte Jutta Wetjen. Fünf Schüler melden sich für „Ja“, vier für „Nein“. „Man darf nicht wütend werden, weil dann der andere sofort den Spaß daran verliert“, glaubt eine Schülerin zu wissen. Die Antwort der Projektbetreuerin: Das Gefühl Wut ist erlaubt, prügeln oder streiten als Verhalten allerdings nicht.

Große Bandbreite

Über mehrere Jahre werden die teilnehmenden Klassen durch das Projekt begleitet. Erst geht es um Essen, Entspannung und nötige Pausen, dann um Gewaltprävention und den Umgang mit Gefühlen und im vierten Jahr um Medienkonsum und Drogen.

Wie funktioniert „Klasse 2000“?

Begleitet werden die Kinder von der Symbolfigur „Klaro“, die den Kindern vorlebt, wie sie sich selbst gesund halten können.

Die Förderung eines gesunden Lebensstils und die Entwicklung zu Persönlichkeiten, die Probleme und Konflikte ohne Sucht und Gewalt lösen, steht im Mittelpunkt.

Eine Untersuchung hat gezeigt, dass ehemalige Klasse 2000-Schüler auch Ende der siebten Klasse noch deutlich seltener trinken und rauchen als ihre Mitschüler.

Deutschlandweit hat das Programm über 1,2 Millionen Kinder erreicht. In der Wesermarsch sind mehrere Schulen beteiligt.

„Man merkt wirklich einen Fortschritt“, hat Klassenlehrerin und Schulleiterin Lydia Kötter bereits bemerkt. Die Klasse jubele immer, wenn die Projektbetreuerin wieder vorbei komme, insgesamt passiere das dreimal pro Klasse pro Schuljahr. „In der Grundschule beginnt sich die Persönlichkeit zu entwickeln, deswegen nimmt unsere Schule auch an Klasse 2000 teil“, erklärt sie.

Gefördert wird das Projekt vom Förderverein und von Unternehmen aus der Umgebung, die eine langfristige Patenschaft eingehen. In diesem Fall unterstützen die Tischlerei Gebauer und Uerlich-Zahnärzte die Bildung der Kinder. „Wir sind total begeistert, dass Frau Wetjen das so gut rüberbringt. Und man sieht, dass das etwas bringt“, lobte Melanie Gebauer den Unterricht. Ahlke Cornelius-Uerlich lud die Kinder darüber hinaus zu einem gesunden Frühstück ein und bekam dafür ein großes Dankeschön.

Sascha Sebastian Rühl Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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