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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Schule: Mit Maßband und Theodolit zum Strand

03.12.2016

Nordenham Die Kongruenzsätze, mit denen sich feststellen lässt, ob zwei Flächen deckungsgleich sind, und auch deren praktischer Sinn bleiben so manchem Schüler unerschlossen. Dass es sich nicht nur um eine mathematische Spielerei, sondern um ein wichtiges Hilfsmittel der analytischen Geometrie handelt, haben jetzt die Schüler der Klassen 7a und 7b des Nordenhamer Gymnasiums in Form eines praxisnahen Mathematikunterrichts erfahren.

Die Idee dazu hatte die Referendarin Franziska Weiss. Sie unternahm mit ihren Mathe-Schülern zunächst einen kleinen Ausflug zum Nordenhamer Strand. Dort ließ sie ihre Schützlinge die Breite der Weser an dieser Stelle schätzen. Von 500 Meter bis 5 Kilometer reichten die Angaben der Schüler.

Wie breit ist die Weser?

Die Mädchen und Jungen wollten es nun aber auch wissen, wie breit der Fluss tatsächlich ist. Dies mit Hilfe der Kongruenzsätze, die Thema im Unterricht der Siebtklässler sind, und eines Messplanes zu ermitteln, war die Aufgabe, die Franziska Weiss ihnen stellte. Dem theoretischen Teil – Erarbeitung der Messpläne – folgte jetzt die praktische Umsetzung am Strand.

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Hilfe erhielten die Schüler dabei von Karl-Gerd Kalus, öffentlich bestellter Vermessungsingenieur aus Oldenburg. Er brachte ein Maßband und zwei Theodoliten mit. Bei letzteren handelt es sich um Winkelmessinstrumente, die in der Geodäsie (Vermessungskunde) zur Messung von Horizontalrichtungen sowie Zenit- oder Vertikalwinkeln zum Einsatz kommen.

Der Anfrage von Franziska Weiss, sie bei dem Projekt zu unterstützen, sei er gern nachgekommen, denn er betrachte diesen Einsatz als eine Werbung für seinen unter Nachwuchssorgen leidenden Berufsstand, berichtete Karl-Gerd Kalus. Obwohl es ein finanziell lukrativer Job sei, fänden viele amtlich bestellte Vermessungsbüros keine Nachfolger. Karl-Gerd Kalus vermutet, dass ein Grund dafür die sehr lange Ausbildungszeit von fast zehn Jahren (Abitur, Bachelor, Master Referendariat und Anerkennungsjahr) ist.

Somit vermittelte der praktische Mathe-Unterricht am Strand den Schülern auch eine Berufsorientierung. Zudem mussten weitere fächerübergreifende Aufgaben gelöst werden. Die in Gruppen aufgeteilten Schüler trugen auch Informationen unter anderem zur Weser, zum Salzgehalt und zu den Lebewesen im Fluss zusammen.

Überraschendes Ergebnis

Im Mittelpunkt stand aber die Ermittlung der Breite der Weser in Höhe des Nordenhamer Strandbades. Die Messungen und Berechnungen führten für manche Schüler zu einem überraschenden Ergebnis: Die Strecke zwischen dem westlichen und dem östlichen Ufer des Flusses ist 870 Meter lang.

Damit auch weiteren Schülern des Gymnasiums praktischer Mathematik-Unterricht in Form von Messungen und Berechnungen erteilt werden kann, hat der Förderverein auf Antrag von Franziska Weiss der Schule fünf unterrichtstaugliche Theodoliten spendiert. Die einfachen Winkelmessinstrumente, die aber ein genaues Messen ermöglichen, im Gesamtwert von 300 Euro überreichte der Fördervereinsvizevorsitzende Dr. Jürgen Schlegel der Referendarin und Sandra Kaufhold-Scharrer, die Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums ist.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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