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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Heimatgeschichte: Mit Mettwurst und Braten zum Kunstprofessor

08.08.2014

Bardenfleth „Wenn andere pausieren und frühstücken, Bernhard Winter schafft, zeichnet und malt.“ So charakterisierte einst Professor Ludwig Kriebel von der Kunstakademie Dresden die Schaffenskraft des damals noch jungen Malers Bernhard Winter (1871-1964).

Ein anderer Dresdner Professor resignierte im positiven Sinne: „Ich vermag ihm nichts mehr beizubringen.“ Bernhard Winter war anderer Meinung und belegte nach seinen Studien in Dresden weitere Seminare in Berlin und München.

Mit einer Auswahl seiner Bilder und Schriften sowie einer Dokumentationswand erinnerte am Mittwochnachmittag das Team der „Moorriemer Chronik“ anlässlich des 50. Todestages am 6. August 1964 an den gebürtigen Neuenbroker Bernhard Winter im Moorriemer Landcafé.

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Wie er die menschliche Seite seines „Onkels Bernhard“ in Erinnerung hat, wusste Gerold Maas zu berichten. Gerold Maas’ Mutter Hertha Maas, geborene Schröder-Hayen, war von dem kinderlosen Ehepaar Bernhard und Martha Winter adoptiert worden. „Wenn in den Hungerjahren nach dem Krieg bei uns geschlachtet wurde, fuhren wir mit Mettwürsten, Braten, Butter und Käse zum Ehepaar Winter, das damals in Oldenburg an der Dobbenstraße wohnte“, erzählte Gerold Maas, „einmal haben wir sogar ein Fuder Mist für den Garten der Winters nach Oldenburg geschafft.“ Der kleine Gerold verbrachte oft einige Tage im Haus des Malers. Auf einem Spaziergang durch den Oldenburger Schlossgarten fragte Maas den Onkel Bernhard, ob man Gott im Himmel sehen könnte. Winter habe auf die grüne Natur im Schlossgarten gezeigt und gesagt: „Das ist mein Gott.“

Nur ungern ließ der bedächtige und introvertierte Professor die Großnichten und -neffen in seinen Malersaal und er tat sich schwer, den Kindern Farbreste und Pinsel zu geben. Gerold Maas: „Wir saßen dann ganz still auf unseren Stühlen und vermieden es, ihn viel zu fragen. Wenn er einen Satz nicht so richtig zu Ende brachte, war es immer die lebendige und elegante Tante Martha, die einsprang und die immer wusste, was er sagen wollte.“

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