• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Mit Schiefertafel und Griffel in den Unterricht

01.06.2015

Brake 60 Jahre nach ihrem Abschluss an der Harrier Schule trafen sich jetzt die Ehemaligen im Braker Restaurant Weserlust zum gemütlichen Kaffee- und Kuchennachmittag. Sie tauschten viele Erinnerungen an eine Schulzeit, die 1947, zwei Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, für die rund 30 Mädchen und Jungen zunächst im Gebäude der Eichendorffschule begann. Dort wurden die Schüler und Schülerinnen vier Jahre unterrichtet. Von der 5. bis zur 8. Klasse fand der Unterricht dann in der Harrier Schule statt. Zum Sportunterricht wanderten die Schüler in die Turnhalle an der Schulstraße.

Was sich bei der Einschulung in den Ranzen befand, daran konnten sich Uwe Gries und Gerd Huber noch gut erinnern: „Das wichtigste Stück war natürlich die Schiefertafel, es gab Griffel, die oft abbrachen und einen Griffelkasten, den man aufschieben musste. Die Schwammkästchen fingen durch die Feuchtigkeit meistens nach ein paar Tagen säuerlich an zu müffeln.“ Fibel und Rechenbuch gehörten ebenfalls zur Ausrüstung der damaligen Erstklässler, aber von einer gut gefüllten Schultüte konnten die Kinder 1947 nur träumen.

In den Nachkriegsjahren, als Schmalhans oft noch Küchenmeister war, stand eine „Schulspeisung“ in fast allen Schulen auf dem Plan. „Da gab es täglich so eine Art von Haferschleim. Es soll wohl auch Kakao mit drin gewesen sein, so genau war das nicht zu identifizieren. Auf jeden Fall konnte man eine Kanne mit der Schulspeisung ruhig offen auf dem Schulhof stehen lassen, da flogen sogar die eigentlich immer hungrigen Möwen weg“, sagt Gerd Huber.

Auch in den 50er Jahren gab es Höhepunkte im Schulalltag: der Rucksack wurde gepackt für Tagesausflüge nach Visbek (zur Visbeker Braut und Bräutigam), auch ging es in den Hasbruch oder zu den Tiergrotten in Bremerhaven. „Wir waren eine sehr verträgliche Klasse, die gut mit den Lehrern zurechtkam“, betont Uwe Gries. „Natürlich haben wir auch kleine Streiche gemacht, die aber niemanden geschadet haben. Auch wenn einer mal in der Ecke stehen musste oder vor die Klassenzimmertür verwiesen wurde. Wir hatten schon Respekt vor unserem Klassenlehrer Gerd Petermann und seinen Kollegen“, sagt Gries.

Seit 1985 treffen sich die Ehemaligen der Harrier Schule alle 10 Jahre, eingeladen war am Sonnabend auch die frühere Lehrerin Liselotte Dittmann, die aus Krankheitsgründen leider nicht am Treffen teilnehmen konnte.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.