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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: Nach 38 Jahren geht der Kapitän von Bord

13.07.2012

RODENKIRCHEN Wer den Namen „Rosaroter Panther“ hört, hat sofort jene Titelmelodie im Kopf, die früher jede Folge der beliebten Zeichentrickserie im Fernseh-Vorabendprogramm begleitete. Das waren noch Zeiten. Diese gesungenen Strophen „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät“ sind heute ein Klassiker. Und eben dieses Lied stimmten die Mädchen und Jungen der Grundschule Rodenkirchen bei der Verabschiedung ihres Schulleiters Hartmut Schnars in der Turnhalle an.

Herzlicher Abschied

Die Erst- bis Viertklässler sowie das Kollegium bereiteten Hartmut Schnars am Donnerstagmorgen einen überaus stimmungsvollen und herzlichen Abschied. Dass die Zeit für ein Adieu tatsächlich näher rückte, war eine betrübliche Erkenntnis dabei. Schwungvoll brachten die Kinder ihrem Lehrer mehrere Ständchen und schenkten dem 61-Jährigen noch eine Torte mit dem Schriftzug „Ahoi“. Dem beliebten Schulleiter und passionierten Segelsportler wurde auch noch ein Segel mit vielen Unterschriften überreicht. Und der Lehrer revanchierte sich. In seiner Aktentasche hatte Hartmut Schnars kleine Geschenke für die Kinder mitgebracht. Die Mädchen und Jungen bestürmten ihn nach der Feier regelrecht.

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Dass die Schule einen beliebten Schulleiter verlieren würde, sagte anschließend die kommissarische Schulleiterin Elke Kuik-Janssen bei der offiziellen Verabschiedung. Das sei ein trauriger Anlass, merkte sie an. Was den Schulleiter Hartmut Schnars ausgemacht hat, trugen die Mitglieder des Kollegiums dann in Versform von A bis Z vor.

Dass sich das berufliche Leben von Hartmut Schnars kurz und knapp zusammenfassen ließe, betonte die Regierungsschuldirektorin Gisela Bier-Wißmann. Das berufliche Buch sei wegen seiner 38-jägrigen Tätigkeit an der Grundschule Rodenkirchen zwar nicht so dick. Aber inhaltlich sei sehr viel geschehen, sagte sie. Sie erwähnte Hartmut Schnars bestreben nach Harmonie und Toleranz: „Er hat jeden Kollegen so akzeptiert, wie er ist, und dessen Arbeit wertgeschätzt.“ Sie dankte ihm im Namen der Landesschulbehörde und der Landesregierung.

Jürgen Janssen, kommissarischer Leiter der Haupt- und Realschule Rodenkirchen, hob die gute Zusammenarbeit mit Hartmut Schnars hervor. Und auch Bürgermeister Boris Schierhold sprach von einer guten, offenen und fairen Zusammenarbeit.

Unendlich lange Zeit

„Wenn man davor steht, sind 38 Jahre eine schier unendlich lange Zeit. Wenn man dann zurückblickt, so wie ich heute auf 38 Jahre Lehrertätigkeit an der Grundschule Rodenkirchen, sind die Jahre doch schnell, aber nicht spurlos vergangen.“ Mit diesen Worten blickte Hartmut Schnars zurück.

Den Schülern hatte er am Vormittag noch erklärt, dass er nicht mehr länger arbeiten könne, er nicht gut hören würde und ein Piepton in seinem Ohr sei. „Mein Körper signalisierte mir, dass es genug sei“, erzählte er den Erwachsenen.

Hartmut Schnars hat Spuren hinterlassen. Und das nicht nur bei der Gestaltung des Schulgeländes und der Anschaffung der roten Fahrwassertonne, wie er bescheiden selbst anmerkte. Eine offene Meuterei habe es an seiner Schule nicht gegeben, sagte der Wassersportler. „Vielleicht ein Murren unter Deck“, schränkte er schmunzelnd ein. Alle hätten sie in einem Boot gesessen.

1950 in Dedesdorf geboren, hatte er in Oldenburg Physik, Chemie und Mathematik studiert. Seit dem 1. August 1974 war er Lehrer an der Grundschule Rodenkirchen und zuletzt 20 Jahre lang der Schulleiter. „Man trifft auf das Wunderbarste und Wertvollste, die Kinder.“ So hat er seine Berufung gestern beschrieben.

 @ Mehr Bilder unter http://www.NWZonline.de/fotogalerie-wesermarsch

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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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