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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Neue Aufgaben für erfolgreiche Agenten

02.07.2007

Kronleuchter beim Theater ausgeliehen

„Abi Royal“ lautete das Motto des Abiturballs am Sonnabend in der „Friedeburg“. Die Abiturienten feierten sich und ihren Abschluss mit einer opulenten Ballnacht im Stile von James Bond. Bereichert wurde der Abend mit Showtanzeinlagen zu Musiktiteln der „007“-Filme. Beim Einstudieren der Beiträge hatte der Tanzlehrer Roberto Hoffmann den Akteuren zur Seite gestanden. Unterstützt wurde der Abi-Jahrgang zudem von Mareike Ziebold, Katrin Ehlers und Julia Wittje aus der Klasse 12.

Auf einem roten Teppich

zogen die Abiturienten in den Saal ein. An der Decke hing ein wahrlich königlicher Kronleuchter. „Das war der größte Kampf meines Lebens, diesen Kronleuchter zu organisieren“, sagte Ball-Komitee-Vorsitzende Svenja Marenke. Sie hatte federführend das Abschlussfest vorbereitet. Den Kronleuchter lieh das Oldenburgische Staatstheater den Schulabgängern aus. Zum Programm gehörte auch eine Bilderpräsentation, die Szenen aus der Schulzeit in Erinnerung rief.

Mit Mut, Zuversicht und Visionen sollten die jungen Leute ihren neuen Lebensabschnitt angehen. Dazu wurden sie ermuntert.

von norbert hartfil

nordenham In Anlehnung an den James-Bond-Thriller „Der Morgen stirbt nie“ hat sich der „007“-Abiturjahrgang des Nordenhamer Gymnasiums ein ironisches Abschiedsmotto ausgesucht, in dem eine gehörige Portion Resignation mitschwingt: „Die Hoffnung starb nie“. Bei der Zeugnisübergabe an die 71 Abiturienten am Freitagabend machte Schulleiter Klaus-Dieter Laske aber deutlich, dass die jungen Leute überhaupt keinen Grund für eine solche Lebenseinstellung hätten. Ganz im Gegenteil. Schließlich eröffne die frisch erworbene „Lizenz zum Studieren“ viele Möglichkeiten für einen erfolgreichen Berufsweg.

Der Schulleiter rief die Abiturienten dazu auf, eine Universität zu besuchen. „Ein Studium lohnt sich immer“, sagte Klaus-Dieter Laske, „für das Leben sowieso und für das Einkommen auch.“ Er räumte ein, dass die Studiengebühren und die neuen Herausforderungen durch die Globalisierung die Entscheidung für die Uni nicht gerade erleichtern. Aber als „erfolgreiche 007-Agenten“ seien es die Ex-Gymnasiasten gewohnt, eigenverantwortlich zu handeln und Probleme anzugehen. Aus Sicht des Schulleiters spricht nichts gegen ein „Studium auf Pump“. Die Investition rechne sich später auf jeden Fall.

Die „007er“ sind der zweite Jahrgang, der ein Zentralabitur absolvieren musste. Laut Klaus-Dieter Laske war die Punkteausbeute in den Prüfungsfächern zwar geringer als im Vorjahr, doch dafür hatten selten so viele Abiturienten wie diesmal in ihrem Abschlusseugnis eine 1 vor dem Komma. Jeder fünfte „007er“ schaffte demnach ein Einser-Abitur. Der Notendurchschnitt lag bei 2,6. Dabei reichte die Bandbreite von der Traumnote 1,1, die Hanna Dede als Jahrgangsbeste erreichte, bis zur 3,7. Neben Hanna Dede wurden Claudia Büsing, Ann-Kristin Haase und Chistopher Knupp als beste Schüler des Jahrgangs ausgezeichnet.

Eine besondere Anerkennung sprachen Schulleiter Klaus-Dieter Laske und Fördervereinsvorsitzender Dr. Jürgen Schlegel drei Abiturienten für ihre Verdienste um das Gemeinwohl aus. Dabei handelte es sich um Anna-Lena Garbe und Daniel Hofer, die im Jugendparlament der Stadt Nordenham mitwirkten, sowie um Joana Behm, die bei der Aktion „Abi bis aufs Blut“ die Organisation übernommen hatte. Zudem hob der Rektor die schulischen Leistungen von Büsra Süheyla Direk und Tatiana Schwitallik besonders hervor. Das türkische und das polnische Mädchen waren in der zehnten Klasse zum Gymansium gekommen, ohne ein Wort Deutsch sprechen zu können. Dank der Unterstützung der Lehrerin Karin Unger-Waßhausen meisterten sie den Weg bis zum Abitur.

Der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann forderte die Schulabgänger auf, positiv in die Zukunft zu sehen. Er bat die jungen Menschen, sich mit ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Gesellschaft zu engagieren – zum Beispiel in der Politik. Zu Mut, Optimismus und Visionen ermunterte Fördervereinsvorsitzender Jürgen Schlegel die Abiturienten. Daran knüpfte auch die Schülersprecherin Jasemin Dannheim in ihrer Ansprache an. „Geht euren eigenen Weg“, sagte sie, „findet eure Stimme und stellt die wirklich wichtigen Fragen.“

Die Jahrgangssprecher Svenja Marenke und Sebastian Thormählen bedankten sich bei den Lehrern, Eltern und allen anderen Menschen, die die Abiturienten bei ihrer Schulkarriere begleitet hatten. Dabei vergaßen sie auch das Reinigungspersonal und die „gute Seele der Mensa“, Doris Janssen, nicht, die in den Ruhestand geht und mit Standing Ovations verabschiedet wurde.

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