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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Nicht zu jung für den Austausch

19.05.2015

Rodenkirchen Sieben Mädchen und dreizehn Jungen der Kombiklasse 2/3 der Grundschule Berneval sind am Montagmorgen in Rodenkirchen eingetroffen. Zusammen mit ihrer Lehrerin, zwei Betreuern und einem Vater bleiben sie bis Freitag zum Schüleraustausch.

„Es ist das erste Mal, dass die Kinder so jung sind“, sagte die Dolmetscherin Edith Zur-
hold-Duvieuxbourg bei der offiziellen Begrüßung in der Mensa der Oberschule. Die Dritt- und Viertklässler, die ursprünglich kommen sollten, seien derzeit in einer Schneeklasse, einem Unterrichtsaufenthalt in den Bergen.

Nächtliche Fahrt

Losgefahren waren die Schüler bereits am Sonntagabend um 20 Uhr, ihre Ankunft in Rodenkirchen war um 6. 45 Uhr. Trotz der nächtlichen Fahrt stiegen die Franzosen gut erholt aus dem Reisebus, der ohne Verzögerung sein Ziel erreicht hatte.

Zum 25. Mal besuchen sich nun Grundschulklassen aus der Partnergemeinde im Distrikt Petit Caux und Rodenkirchen gegenseitig und treffen auf gleichaltrige Schüler, mit denen sie gemeinsamen Unterricht und auch ihre Freizeit gestalten. Angeregt wurde die Aktion von Mitgliedern der Freundeskreise in Stadland und Petit Caux.

Schon bevor die Partnerschaftsverträge im Jahre 1990 unterschrieben wurden, gab es einen ersten Schüleraustausch. Danach fand er jedes Jahr statt, und nur in einem Jahr fiel er aus, weil nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung standen.

Bei der Begrüßung hatte sich Bürgermeister Klaus Rübesamen auch einige französische Sätze zurecht gelegt, die er auch gut verständlich zu Gehör brachte, obwohl er gar kein Französisch spricht. Er stellte sich den Kindern vor und wünschte ihnen bei ihrem Aufenthalt viel Spaß. „Ich hoffe, dass viele Brieffreundschaften entstehen, damit die Freundschaften noch länger bestehen als nur eine Woche“, sagte Rübesamen.

Schulleiterin Elke Kuik-Janssen bedankte sich vor allem bei den Mitarbeitern in der Mensa, aber auch bei den Eltern, die sich bei einem solchen Schüleraustausch immer sehr stark engagieren. „Es zeigt sich, dass das Schulleben bei uns in Ordnung ist“, freute sich die Schulleiterin.

Petanque mit Schülern

Auf dem Programm des Schüleraustausches steht ein Besuch des Jaderparks, ein Schul-Petanque-Turnier und eine Fahrt zum Klimahaus in Bremerhaven mit Stadtbummel. Daneben haben die französischen Kinder auch mehrfach Gelegenheit, ihre deutschen Gastfamilien näher kennenzulernen. Untergebracht sind die Gäste in der Jugendherberge Nordenham.

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