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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: Schüler forschen in 33 000 Meter Höhe

16.02.2019

Nordenham Ursprünglich sollte der Ballon beim Schulfest im Sommer starten. Dann passte das Wetter nicht. Am Freitagvormittag aber war es endlich soweit: „Heute ist alles optimal“, freute sich Mathematik- und Physiklehrer Gerald Lübbermann.

Ein 800 Liter fassender weißer Ballon stieg mit Helium gefüllt auf dem Schulhof des Gymnasiums Nordenham in die Lüfte. Die Windrichtung und das Wetter waren passend, so dass die an Bord befindliche Kamera weder in der Nordsee noch im Jadebusen landen konnte.

Zahlreiche Schüler und auch Mitglieder der Vereinigung Nordenhamer Sternfreunde verfolgten das Geschehen.

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Mit drei Oberstufenschülern hatte der Lehrer dieses Projekt geplant. Wetterdaten und Luftströmungen sollen mithilfe dieses Wetterballons untersucht werden. Auf freiwilliger Basis haben in ihrer Freizeit die Schülerin Hannah Jantzen und die Schüler Alexander Seltmann und Leon Jeremy Kottke aus dem Jahrgang 12 mitgearbeitet.

Das nötige Geld von 800 Euro zur Finanzierung dieses Vorhabens hat der Förderverein des Gymnasiums Nordenham gespendet.

Der weiße Ballon erreicht im voll aufgeblasenen Zustand etwa drei Meter im Durchmesser. In einer Höhe von 33 000 Metern erreicht er seinen maximalen Durchmesser. Das bedeutet: Während des Aufsteigens nimmt die Größe des Ballons aufgrund des Druckunterschieds immer weiter zu, bis er am Rande der Stratosphäre reißt.

Wenn der Ballon zerplatzt ist, kehrt die an ihm befestigte Messsonde mit Hilfe eines Fallschirms sicher zur Erde zurück. In der Messsonde befinden sich neben einer Videokamera, die den Flug im Bild festhält, ein Messgerät, welches die Temperatur, den Luftdruck und die GPS-Position minütlich aufzeichnet.

Zudem wird ein GPS-Tracker mit hochgeschickt, welcher es der „Ballon-Crew“ ermöglicht, die Sonde nach der Landung wiederzufinden. Hierzu sendet der Tracker eine SMS mit der aktuellen Position.

So ist es auch tatsächlich am Freitag geschehen. Der Ballon flog vom Schulhof des Gymnasiums zunächst nach Blexen, drehte dort eine Schleife, wurde nach Nordenham zurückgeweht und dann weiter über die Weser – bis nach Worpswede.

Dorthin machten sich am Nachmittag Lehrer Gerald Lübbermann und die Schüler auf den Weg, um das Gerät wieder einzusammeln.

Für diese etwa dreistündige Flugaktion eines unbemannten Flugobjekts waren weitreichende, auch behördliche Vorbereitungen notwendig. Dazu gehörten eine Genehmigung der Landesverkehrsbehörde und eine Anmeldung bei der deutschen Flugaufsicht.

Kommissarischer Schulleiter Dr. Sebastian Wegener und Maik Buhr (Fachkoordinator für Mathematik und Naturwissenschaften) lobten das Projekt auch, weil die Schüler sich dafür in ihrer Freizeit engagiert haben.

Den Besuch von Mitgliedern der Vereinigung Nordenhamer Sternfreunde werten sie als ein gutes Zeichen für eine intensivere Zusammenarbeit mit den Sternfreunden.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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