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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ehrenamt: Männer sind hier dringend erwünscht

28.05.2019

Nordenham Die Hospizhilfe Nordenham würde sich über männliche Helfer freuen, zumal es auch immer wieder Anfragen nach männlicher Sterbebegleitung gibt. Jedes Jahr bietet der Verein Ausbildungen zur Sterbebegleitung an. Bisher haben allerdings nur zwei Männer mitgemacht – und sind anschließend abgesprungen. Unter den acht erfolgreichen Teilnehmern des neuesten Kurses ist ein Mann: Dieter Ahlers aus Roddens in der Gemeinde Butjadingen.

Der 58 Jahre alte Vater von drei Kindern ist zurzeit Hausmann und absolviert ein Erzieher-Fernstudium. Zunächst möchte er sich auf das Studium konzentrieren, später aber gerne auch als ehrenamtlicher Hospizbegleiter tätig werden.

Dieter Ahlers hat am Qualifizierungskurs teilgenommen, weil sich im Jahr 2015 jemand – während er als Lokführer arbeitete – vor die Lok geworfen hatte. „Ich möchte das besser verarbeiten und etwas für Mitmenschen tun.“

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Der vor 20 Jahren gegründete Verein Hospizhilfe Nordenham hat zurzeit 36 ehrenamtlich tätige Hospizbegleiterinnen. Jährlich gibt es etwa 45 bis 50 Begleitungen von Menschen, die sterbenskrank sind. Da nicht immer alle Hospizbegleiterinnen Zeit haben und manchmal sich Begleitungen häufen, möchte der Verein gerne einen etwas größeren Mitarbeiter-Pool haben. Wieviele der jetzt sieben neuen Absolventinnen mitmachen werden, steht noch nicht fest.

Kathrin Schmidt möchte aber auf jeden Fall dabei sein. Sie arbeitet als Betreuerin in einem Alten- und Pflegeheim in Rodenkirchen. „Dieser Kurs hat mir auch persönlich viel gebracht. Ich kann jetzt besser Hilfe annehmen und helfen, indem ich individuelle Bedürfnisse Anderer besser wahrnehmen kann“, sagt die 53 Jahre alte Mutter von vier Kindern aus Ellwürden.

Edda Nancken aus Loxstedt möchte sich nach dem Kurs bei der Nordenhamer Hospizhilfe noch stärker im Hospizverein Loxstedt engagieren. „Ich habe mich schon immer mit Tod und Sterben befasst, weil das für mich zum Leben dazu gehört“, sagt die 62 Jahre alte ehemalige Krankenschwester.

Der Hospizverein Loxstedt hat 22 Hospizhelferinnen und drei Hospizbegleiter. „Männer bringen eine noch andere Sichtweise ein und trauern anders“, findet Edda Nancken.

Weil in diesem Jahr in Loxstedt und Umgebung kein Qualifizierungskurs angeboten wird, hat sie am Kurs in Nordenham teilgenommen. Dafür dankte Willy Ahrens, Vorsitzender des Loxstedter Vereins, dem Nordenhamer Verein. Christine Heckmann, Vorsitzende der Hospizhilfe Nordenham, zollte allen Kursteilnehmern Anerkennung auch dafür, dass sie durchgehalten haben.

Hier finden Sie unsere Serie „Ehrensache“ über ehrenamtlich Tätige in der Region.

Die Ausbildung erstreckte sich über fünf Monate mit 109 Unterrichtsstunden nach den Vorgaben des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes. Die Teilnehmer lernten auch viel über Kommunikation, um einfühlsam auf Menschen zugehen und ihnen gut zuhören zu können.

Zu den Referenten gehörten ein Rechtsanwalt, eine Pfarrerin, ein Palliativmediziner, die Nordenhamer Psychologin Beate Deppe und die beiden Koordinatorinnen des Nordenhamer Vereins, Birgitt Heckenberg und Danja Kirschberger.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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