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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Erfahrungsberichte In Nordenham: Lernen fürs Leben – nicht für die Schule

04.04.2019

Nordenham Löten, schrauben, Kabel verzinnen: Die Aufgaben von Daniel Gepting sind sehr vielfältig. Der 17-Jährige ist einer von 125 Gymnasiasten, die zurzeit ein Praktikum absolvieren. Nach der Abschaffung des G8-Abiturs sind die Elftklässler der erste Jahrgang, der wieder 13 Schuljahre vor sich hat. Dadurch können sie in der Sekundarstufe 2 gleich zwei Praktika durchlaufen. Schon im 10. Schuljahr hatten die Schüler die Möglichkeit, für zwei Wochen in einen Beruf ihrer Wahl hineinzuschnuppern. In diesem Schuljahr erstreckt sich das Praktikum über drei Wochen, damit die Schüler einen tieferen Einblick in den Beruf bekommen.

Die Praktikantinnen der NWZ

Tatjana Strupowsky und Laura Sichau absolvieren ihr dreiwöchiges Praktikum in der Nordenhamer Redaktion der Nordwest-Zeitung.

In der Redaktion lernten sie zunächst den Aufbau der Zeitung kennen. Die Redakteure arbeiteten die 17-Jährigen in das Redaktionssystem ein und nahmen die beiden jungen Frauen zu verschiedenen Terminen mit.

Im Verlauf ihres Praktikums vereinbarten Tatjana und Laura selbst Termine und führten Interviews, aus denen sie später auch selbstständig Artikel verfassten.

Auch an einer Sitzung des Bauausschusses im Ratsaal nahmen sie teil.

Daniel Gepting absolviert sein Praktikum bei Abacus Electronics in Nordenham. Der 17-Jährige ist mit der Wahl seines Praktikumsplatzes zufrieden. Er findet das Arbeitsklima sehr angenehm. „Mein Arbeitstag beginnt um 9 und endet um 17 Uhr.“ Sein Aufgabenbereich teilt sich in verschiedene Tätigkeiten auf, vom Zusammenschrauben der Geräte bis zum Zuschneiden und Abisolieren der Kabel. „Das Praktikum macht mir viel Spaß“, sagt er.

Alles, was ansteht

Julia Curth aus Nordenham absolviert ihr Praktikum in der Jahnhalle. „Mein Praktikum gefällt mir sehr gut und entspricht genau meinen Erwartungen“, sagt sie. Julias Arbeitstag beginnt um 8 und endet um 12 Uhr. „Ich erledige meist die Dinge, die gerade anstehen: Ich helfe beim Aufbau für verschiedene Veranstaltungen, bei der Organisation und fülle zum Beispiel auch den Kühlschrank mit Getränken auf.“ Sie könne sich auf jeden Fall vorstellen, später einmal in diesem Beruf zu arbeiten, sagt sie.

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Joshua Wessels leistet sein Praktikum im Haus Tongern ab. „Mein Praktikumsplatz gefällt mir sehr gut. Das Kollegium ist toll, und die Arbeit mit Menschen ist vielseitig“, schwärmt er. Jeden Morgen bereitet Joshua auf einer der Stationen das Frühstück für die Bewohner vor. „Nach dem Frühstück geht es mit dem Wochenangebot der Betreuung weiter. Dies ist immer sehr individuell gestaltet und erstreckt sich über Sturzprävention und Sportrunden bis hin zu Beauty Days und Singkreisen“, sagt er. Sein Arbeitstag beginnt um 7 und endet um 13 Uhr. Da die Betreuung das „Herz des Hauses“ sei, habe das Wohlbefinden der Bewohner Priorität, erzählt er. Dazu gehört auch die Planung von Veranstaltungen wie zum Beispiel das Frühlingsfest. „Das Praktikum entspricht meinen Erwartungen im vollen Umfang“, sagt Joshua. Er kann sich auch vorstellen, später in diesem Beruf zu arbeiten.

Auch Vera Weitkamp ist begeistert von ihrem Praktikum bei der selbstständigen Fotografin Katya Marie Miller. „Wir sind produktiv und es macht Spaß“, schwärmt die 17-Jährige. Zu ihren Aufgaben gehört die Kundengewinnung. Sie lernt aber auch den Umgang und die Funktionen der Kamera kennen.

Für Vera sei es besonders wichtig, mit den Fotos eine Aussage zu vermitteln, sagt sie. „Wir fotografieren Müll, um darauf aufmerksam zu machen, wie sehr die Umwelt verschmutzt wird“, gibt sie ein Beispiel. Sie könnte sich vorstellen, später diesen Beruf zu ergreifen. Trotz des hohen Stressfaktors und starker Konkurrenz hat Vera schon Pläne für die Zukunft. „Wenn ich das beruflich machen würde, würde ich nach Berlin gehen. Da bekommt man mehr Aufträge“, ist sie überzeugt.

Einblick in Tiermedizin

Paula Fuchs absolviert ihr Praktikum in der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis in Atens. Für sie ist es schon das zweite Praktikum in diesem Bereich. Die Praxis in Atens hat sie sich ausgesucht, um einen Einblick in die Großtiermedizin zu bekommen. Die 16-Jährige habe wieder viele neue Erfahrungen sammeln können, sagt sie. „Mit diesem Praktikum komme ich meinem Ziel, später Tiermedizin zu studieren, einen Schritt näher“, meint sie. „Man wird mit eingebunden, man kann jederzeit Fragen stellen und wirklich alles miterleben“, erzählt Paula.

Sie begleitet, meistens ab 8 Uhr, die verschiedenen Tierärzte der Praxis bei ihren Einsätzen und steht ihnen mit helfender Hand zur Seite. Egal ob Impfung, Blutabnahme bei Schafen und Kühen, Trächtigkeitsuntersuchungen oder Schlachtungen – das alles erlebte die Nordenhamerin bereits hautnah mit. Durch ihre Erfahrungen aus den beiden Praktika hat Paula schon ein klares Bild für ihre Zukunft im Kopf: „Ich könnte mir gut vorstellen, Tiermedizin zu studieren“, sagt sie. Sie möchte dann Groß- und zusätzlich Kleintiere behandeln. „Das wäre für mich interessanter.“

Lene Brandt genießt ihr dreiwöchiges Praktikum beim Hannoveraner-Verband in Verden. „Mein Praktikumsplatz gefällt mir sehr gut, weil ich einen Einblick in viele verschiedene Bereiche bekomme“, erzählt die 17-Jährige. Der Hannoveraner-Verband übernimmt Zucht, Einreiten und Verkauf der Pferderasse „Hannoveraner“.

Die abwechslungsreichen Tätigkeiten lassen bei der Nordenhamerin keine Langeweile aufkommen. „Einerseits lerne ich dort den Beruf des Bereiters kennen, bei dem man Pferde ausbilden, füttern, pflegen und auf Auktionen präsentieren muss. Andererseits konnte ich schon einen Einblick in die Kundenberatung, also den Verkauf gewinnen.“ Die Arbeit beim Hannoveraner-Verband hat Lenes Interesse geweckt. Sie könne sich vorstellen, später in einem der genannten Berufe tätig zu werden, erzählt sie.

Svea Heinecke ist mit ihrem Praktikum im städtischen Kindergarten in Atens rundum zufrieden. „Es ist nie langweilig, sondern sehr abwechslungsreich“, erzählt sie. Der Arbeitstag der 16-Jährigen beginnt um 7.45 Uhr mit einer Besprechung des Tagesablaufs. Nach und nach kommen die Kinder an. Für sie beginnt der Tag mit einem Morgenkreis.

Svea ist zuständig für die Beschäftigung der Kinder und sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Für Svea endet der Tag um 13.55 Uhr, nachdem alle Kinder abgeholt wurden. Die 16-Jährige ist mit der Wahl ihres Praktikumsplatzes vollkommen zufrieden. „Ich habe viele Gestaltungsmöglichkeiten“, erzählt sie. Sie könne sich gut vorstellen, in diesem Beruf zu arbeiten, „da ich mich gerne mit Kindern beschäftige und sie auch gerne um mich herum habe“, berichtet Svea.

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