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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ferienpass: Hier wird das Smartphone zur Nebensache

13.07.2019

Nordenham Ein Ball fliegt über den Sandstrand, eine leichte Brise weht über der Wiese hinter der Jugendherberge, und 29 Kinder toben zwischen den Zelten. Die Ferienpassaktion der Stadt Nordenham hat ein kunterbuntes Programm mit 176 Angeboten. Von einem Ausflug zum Heidepark Soltau bis hin zu einer Kanu-Tour auf der Jade. Eine sehr beliebte Veranstaltung ist das Sommercamp. „Das Campen ist schon der beste von den ganzen Terminen“, sagt der 13-jährige Adrian Vogel. Für ihn sei es besonders schön, jedes Jahr alte und neue Gesichter zu sehen.

Dieses Jahr fand die Anmeldung der Ferienpassaktion ausschließlich übers Internet statt. „Dadurch wollten wir die Anmeldung etwas einfacher machen“, sagte Harald Golkowski, Leiter der städtischen Jugendarbeit.

Das fünftägige Zeltlager am Strand war eine Kombination aus gemeinsamen Aktivitäten und jeder Menge Freizeit. Vormittags fanden meistens die Gruppenangebote statt. Hier konnten die Jungen und Mädchen eigene T-Shirts drucken, aus Blumentöpfen Trommeln basteln und Bilder malen. Frühstück und Mittagessen gab es dann im ESV-Vereinsheim. „Nachmittags konnten die Kinder dann meistens selbst entscheiden, was sie machen möchten. Wir wollten ihnen bewusst etwas Freiraum geben“, sagte Harald Golkowski.

Keine Albträume mehr

Einige Kinder nutzten die Freizeit, um die eine oder andere Bastelei des Vormittags anzubringen. „Ich habe mir heute einen Traumfänger gemacht, damit ich nachts keine Albträume habe. Der Traumfänger wird mich beschützen, wenn ich abends ins Zelt gehe“, verriet die elfjährige Ilona Büssing. Sie sei das erste Mal dabei und würde im nächsten Sommer gerne wiederkommen.

Die morgendliche Bastelstunde kann allerdings auch komplett anders verlaufen, zumindest bei dem elfjährigen Leiv Bley. Er wollte einen Topf in den deutschen Nationalfarben Schwarz, Rot, Gold erstellen. Allerdings passierte ihm hierbei ein kleines Missgeschick: Er verwechselte die Farbreihenfolge, so dass sein deutscher Topf ein belgischer wurde. „Wenigstens habe ich gemerkt, dass es nicht die deutsche Flagge war“, scherzte er.

Neben diesen kreativen Angeboten nutzten einige Jungen und Mädchen die Umgebung, um gemeinsam zu spielen. „Ich habe mich irgendwo im Gestrüpp versteckt, und niemand konnte mich finden. Irgendwann habe ich mich dann vor den Strauch gestellt und wild gewunken, aber meine grüne Kleidung war einfach zu perfekt“, sagte der neunjährige Dominik Turzynski zum Versteckspiel mit anderen Camp-Mitgliedern.

Der 13-jährige Jeremy Schönfeld mochte besonders das Spiel „Schweinchen in der Mitte“. „Man hofft natürlich, nicht in der Mitte zu sein, aber es kann jedem passieren“, sagte er. Wiederum andere Teilnehmer nutzen die Freizeit, um ihrem Hobby weiter nachzugehen. „Ich habe schon das Bronze-Schwimmabzeichen und wollte einfach jeden Tag schwimmen gehen. Am Mittwoch haben wir dann endlich das Schwimmbad besucht, was ich super fand“, sagte der zehnjährige Philipp Nölscher begeistert.

Den positiven Eindruck der Kinder teilt auch Harald Golkowski. Allerdings sieht er eine abfallende Tendenz bei den Teilnehmern: „Wir haben mit 40 Kindern geplant. Nun sind es 29 geworden.“ Die exakten Gründe für die fallende Tendenz seien noch zu klären, sagte er.

Lager ohne Strom

Harald Golkowski lobte die Kinder dafür, dass sie ihre Smartphones nur selten genutzt haben. Einige Kinder hatten während des Camps sogar ganz darauf verzichtet.

Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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