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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Beginn einer grenzenlosen Freundschaft

26.06.2019

Nordenham /Fumay Ja, es gibt sie noch die Klischees von den kulinarischen Vorlieben unserer französischen Nachbarn. Auch bei jungen Leuten. Als sich jetzt 20 Schüler des Gymnasiums Nordenham auf die Reise zur Partnerschule in Fumay machten, hatten einige von ihnen die Sorge, dort Schnecken und Froschschenkel verspeisen zu müssen. Diese Befürchtung erwies sich als unbegründet und war genauso schnell abgehakt wie die anfänglichen Unsicherheiten bezüglich Verständigung und Unterkunft. Überhaupt verlief der Aufenthalt in Frankreich noch viel schöner, als es die meisten erwartet hatten: „Es war eine tolle Zeit“, erzählt Juliana Liebelt (14) aus der Klasse 8c, „alle waren begeistert.“ Ihre gleichaltrigen Mitschüler Johanna Irmer und Johann Laverenz aus der 8b nicken zustimmend.

Selbst die achteinhalbstündige Anfahrt ist den Gymnasiasten in guter Erinnerung geblieben. Denn sie genossen den Komfort eines großen Busses, in dem viele Sitze unbesetzt waren. So hatte jeder viel Platz für sich.

Als Reiseleiterin und Cheforganisatorin war die Französisch- und Spanischlehrerin Sabrina Pargmann mit dabei. Als weiterer Begleiter reiste der Referendar Benjamin Goytisolo-Hamann mit.

Partnerschaft seit 1982

Das genau 20 Mädchen und Jungen aus den Klassen 7 und 8 an der Frankreich-Tour teilnahmen, hängt damit zusammen, dass die Gastgeber diese Höchstzahl vorgegeben hatten. Mit der Fahrt in die Ardennen erwiderte die Nordenhamer Delegation den Besuch einer französischen Schülergruppe, die Ende April/Anfang Mai an der Unterweser zu Besuch war. Der Austausch ist ein Beleg dafür, dass die vorübergehend etwas schwächelnde Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Nordenham und dem Collège Les Aurins in Fumay wieder in Schwung kommt. Laut Sabrina Pargmann ist beabsichtigt, künftig alle zwei Jahre einen Austausch anzubieten. Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen besteht bereits seit 1982.

In der Gemeinde Fumay, die nahe der Grenze zu Belgien liegt und rund 3500 Einwohner hat, waren die Gäste aus Nordenham in Privatfamilien untergebracht. Dort fühlten sie sich wohl und nutzten die Gelegenheit, die im Frühjahr geknüpften Freundschaften zu vertiefen. Für viele steht bereits jetzt fest, dass es schon bald ein Wiedersehen geben soll. „Bei uns ist das fest geplant“, sagt Johanna Irmer.

Auch wenn weder Schnecken noch Frösche serviert wurden, war das Essen in Fumay für einige Nordenhamer Schüler etwas ungewohnt. Ihnen fiel auf, dass Obst und Gemüse dort eher selten auf der Speisekarte stehen.

Niemand kann von Siebt- und Achtklässlern erwarten, dass sie die französische Sprache perfekt beherrschen. Dennoch klappte die Verständigung erstaunlich gut. Beide Seiten profitierten von dem Lerneffekt: „Ich habe Französisch gesprochen und meine französischen Freunde Deutsch“, berichtet Johann Laverenz. Und für den Fall der Fälle gab es ja noch die Möglichkeit, auf einen Online-Übersetzer zurückzugreifen.

Für Johann Laverenz war schon immer klar, dass er Französisch als zweite Fremdsprache wollte. Bei Juliana Liebelt und Johanna Irmer sieht die Sache anders aus. Sie hätten eigentlich lieber Spanisch genommen, zogen aber bei der Verlosung der Kursplätze den Kürzeren. Dieses vermeintliche Pech betrachten die beiden Mädchen inzwischen als glückliche Fügung. „Ich bin darüber nicht mehr traurig“, sagt Juliana, „im Gegenteil.“ Auch Johanna ist mittlerweile von der französischen Sprache begeistert: „Ich bin heute froh, dass es so gekommen ist.“

In Nordfrankreich bekamen die Gymnasiasten aus Nordenham einiges geboten. Sie genossen von einer Aussichtsplattform den Blick auf die Berge und die Maas, erkundeten die historische Stadt Reims, besuchten einen Kletterpark und einen Champagner-Keller. Natürlich nahmen sie auch am Unterricht am Collège teil, das mit rund 300 Schülern deutlich kleiner ist als das Nordenhamer Gymnasium.

Abstecher nach Paris

Nach neuen Tagen hieß Abschied nehmen und Au revoir sagen. Allerdings ging es nicht gleich zurück nach Nordenham. Stattdessen gönnte sich die Reisegruppe noch einen zweitägigen Abstecher nach Paris.

Die Empfehlung an alle kommenden Siebt- und Achtklässler ist eindeutig: „Den Fumay-Austausch sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen“, sagt Johanna Irmer.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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