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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Gymnasium Nordenham: 100 Schüler wollen Lebensretter werden

31.01.2019

Nordenham Wenn Nicole Ruf Schülern erzählt, was Blutkrebs ist, wie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) den Betroffenen hilft und wie eine Stammzellspende funktioniert, dann ist es anfangs immer ein bisschen wuselig. Aber das ändert sich schnell. Spätestens während des Films, den sie den Schülern zeigt, wird es ruhig. In diesem Film wird über die Schicksale von drei Blutkrebs-Patienten berichtet. Auch die Schüler des Gymnasiums, die Nicole Ruf am Mittwochmorgen zuhörten und den Film sahen, waren überwiegend berührt bis betroffen. Auf jeden Fall waren sie sofort bereit, zu helfen und sich in der Knochenmarkspenderdatei registrieren zu lassen.

Nicole Ruf gehört zum Team der Spenderneugewinnung bei der DKMS. Am Mittwoch war sie am Gymnasium zu Gast. Sie freute sich darüber, dass insgesamt 100 Schüler aus dem elften und zwölften Jahrgang und zwei Lehrer bei der Typisierungsaktion mitmachten. Dazu genügte ein Mundabstrich. Nach den Worten von Nicole Ruf, sind 8,5 Millionen Menschen in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registriert. Jeder einzelne von ihnen kann zum Lebensretter werden. Das gilt auch für die Schüler, die sich am Mittwoch registrieren ließen.

Das Gymnasium folgte einem Aufruf des Kultusministeriums, an der Aktion „Schüler helfen Leben retten“ teilzunehmen. Lehrerin Meike Wassmann nahm die Organisation in die Hand. Sie ist am Gymnasium Erste-Hilfe-Beauftragte und leitet den Schulsanitätsdienst. Schüler des Sanitätsdienstes waren es auch, die nach eine kurzen Einweisung die Typisierungsaktion in die Hand nahmen, zusammen mit den potenziellen Spendern Formulare ausfüllten und ihnen erklärten, wie sie die Wattestäbchen handhaben müssen, damit ein verwertbarer Mundabstrich zustande kommt.

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Das Mindestalter der Spender liegt bei 17 Jahren. Deshalb kamen bei der Typisierungsaktion nur der elfte und zwölfte Jahrgang in Frage. Das Gymnasium nahm zum zweiten Mal an der Aktion „Schüler helfen Leben retten“ teil. Bereits vor zwei Jahren hatte eine Typisierungsaktion an der Schule stattgefunden. Und eine Teilnehmerin bekam schon wenige Wochen später Post von der DKMS und eine Einladung zur Knochenmarkentnahme in Köln. Ihre Gewebemerkmale passten zu einem erkrankten Patienten, der auf eine Knochenmarkspende angewiesen war. Die Geschichte hatte allerdings ein trauriges Ende, weil der Patient letztlich doch verstarb.

Die Typisierungsaktion am Tag der Zeugnisübergabe unterstützte auch der Förderverein des Gymnasiums, der den Teilnehmern Süßigkeiten spendierte. Noch wichtiger war aber der Beitrag des Nordenhamer Kinderkrebshilfevereins Fussel, der 1200 Euro spendete. Das Geld kann die DKMS gut gebrauchen, weil jede Typisierung 35 Euro kostet.

Nicole Ruf zeigte sich sehr dankbar für die Unterstützung. Nach ihren Worten werden alle Registrierten auch in ein Zentralregister aufgenommen. Die Suche nach passenden Spendern für an Leukämie erkrankte Patienten läuft weltweit.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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