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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Gymnasium Nordenham: Abiturienten zwischen Prüfungsstress und Disneyland

20.04.2018

Nordenham „Ab ins Disneyland – Who says, we have to grow up?“ Der Untertitel des diesjährigen Abi-Mottos am Nordenhamer Gymnasium bedeutet sinngemäß in etwa: Wer sagt, dass wir erwachsen werden müssen?“ Nein, erwachsen werden muss niemand. Das Abi hätten sie aber schon ganz gerne, die 77 Schüler des Nordenhamer Gymnasiums, die jetzt mitten in der heißen Prüfungsphase stecken.

Am 9. April begann der Prüfungsmarathon mit den schriftlichen Klausuren im Fach Geschichte. Die letzten schriftlichen Prüfungen stehen am 2. Mai an, und zwar im Fach Mathematik.

Mit Disneyland hat dieses Mammutprogramm nicht viel zu tun. Jeder Schüler muss mindestens fünf Prüfungen ablegen: drei schriftliche über jeweils 300 Minuten, eine schriftliche über 220 Minuten und eine mündliche, die mindestens 20 Minuten dauert. Am 16. und 17. Mai finden die mündlichen Prüfungen statt.

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Am 6. Juni gibt’s die Ergebnisse für die Abiturienten. Die meisten Schüler können anschließend guten Gewissens in den Party-Modus schalten. Das gilt aber nicht für alle. Einige Abiturienten müssen in die Nachprüfungen, wenn die Punktzahlen für die Allgemeine Hochschulreife nicht ausreichen. Es gibt auch Schüler, die die Nachprüfungen als Chance sehen, ihren Notendurchschnitt zu verbessern. Termine für die Nachprüfungen sind am 18. und 19. Juni.

Der Abi-Jahrgang 2018 ist der vorletzte, der nach zwölf Jahren die Schule verlässt. Und er ist einer der kleinsten in der Geschichte des Nordenhamer Gymnasiums. Im vergangenen Jahr waren 75 Schüler zu den Abiturprüfungen zugelassen worden. Ein Jahr zuvor waren es 96. Aber das ist kein Vergleich zu den Achtzigerjahren, als die geburtenstarken Jahrgänge für die Hochschulreife büffelten. 1984 zum Beispiel waren 175 Gymnasiasten zum Abitur zugelassen.

Dass es in diesem Jahr nur 77 sind, hat nicht nur demografische Ursachen. Der kommissarische Schulleiter Sebastian Wegener hat festgestellt, dass immer mehr Schüler mit der Fachhochschulreife zufrieden sind und das Gymnasium nach der elften Klasse verlassen. Eine ähnliche Tendenz beobachtet er bei den jetzigen Elftklässlern.

Die meisten Abiturprüfungen werden in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik abgenommen. Darüber hinaus sind die Fächer Geschichte, Politik/Wirtschaft und Erdkunde beliebt. Ganz unten in dieser Rangliste rangieren Physik und Latein. In Latein lassen lassen sich in diesem Jahr gerade einmal vier Schüler prüfen.

Die Prüfungsaufgaben im Zentralabitur sind auch für die Lehrer ein streng gehütetes Geheimnis. Sie können einen Tag vor der jeweiligen Prüfung von der Prüfungskommission heruntergeladen werden, und dabei müssen ähnlich wie beim Online-Banking einige digitale Sicherheitsschranken überwunden werden. Anschließend kommen die Abitur-Aufgaben in den Safe.

Während der Prüfung selbst gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. So sorgt beispielsweise eine Fluraufsicht dafür, dass sich nicht zwei Schüler „zufällig“ beim Toilettengang begegnen. Toilettengänge werden protokolliert. Smartphones sind absolut tabu.

Nicht nur die Abiturienten müssen in diesen Tagen ein erhöhtes Arbeitspensum absolvieren. Das gilt auch für die Lehrer. Einige müssen bis zu 50 Klausuren korrigieren. Es gibt auch Kollegen des Nordenhamer Gymnasiums, die an der Zinzendorfschule in Tossens aushelfen müssen.

Während für die meisten Schüler der Abi-Stress Mitte Mai beendet ist, müssen sich noch viele Lehrer durch Berge von schriftlichen Arbeiten quälen.

Vom 3. bis zum 10. Juni fahren rund 70 Abiturienten ins spanische Lloret de Mar. Hier startet traditionsgemäß der ausgedehnte Partyreigen, der in diesem Jahr allerdings einen kleinen Haken hat. Von den Ergebnissen der Abiturprüfungen werden in vielen Fällen die Eltern zuerst erfahren. Wenn sie am 6. Juni mitgeteilt werden, sonnen sich die meisten Abiturienten unter spanischer Sonne. Die Abiturzeugnisse gibt’s am 22. Juni. Am 30. Juni steht der Abi-Ball in der Friedeburg auf den Programm.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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