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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Gymnasium Nordenham: So Lernt Alexander Westermann Fürs Ab: Beim Büffeln bleibt das Smartphone aus

20.04.2018

Nordenham Wenn sich Alexander Westermann an den Schreibtisch setzt, schaltet er sein Smartphone auf Flugmodus. Das macht er sonst eher selten. Inzwischen hat er festgestellt, dass nichts mehr vom Lernen ablenkt als ein vibrierendes Handy, außer vielleicht das Knattern des Rasentrimmers irgendwo in der Nachbarschaft. Andere hören Musik, wenn sie büffeln. Alexander macht das nicht. „Wenn ich meine Lieblingslieder höre, summe ich mit, und das lenkt mich eher ab“, sagt der 18-Jährige, der mitten in der heißen Phase der Abiturprüfungen steckt.

Alexander ist einer von 77 Abiturienten, die am Nordenhamer Gymnasium auf die Zielgerade ihrer Schullaufbahn eingebogen sind. Seine Prüfungen in Biologie und Chemie hat er bereits absolviert. An diesem Freitag steht die sechsstündige Englisch-Prüfung auf dem Programm. Zum Schluss Mathe. Und dann noch die Mündliche in Politik. Fünf Prüfungen, in denen alles dran kommen könnte, was in den vergangenen zwei Jahren im Unterricht Thema war.

„Biologie ist ganz gut gelaufen“, sagt der Rodenkircher. „Die Aufgabenstellung war klar und fair.“ Wie alle anderen Prüflinge hatte Alexander die Wahl zwischen zwei Themenschwerpunkten. Er entschied sich für Genetik und Zellatmung. Und dann legte er los. 300 Minuten. 26 DIN-A4-Seiten schrieb Alexander voll. „Man weiß ja nie, wie tief man in die Materie einsteigen soll. Lieber etwas mehr schreiben als zu wenig“, dachte er sich.

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„Die Lehrer haben uns empfohlen, möglichst früh mit dem Lernen für die Abi-Prüfungen anzufangen“, sagt Alexander. So ganz habe er sich nicht daran gehalten. Etwa vier bis sechs Wochen vor der ersten Prüfung legte er los. Inzwischen habe er seinen Lernrhythmus gefunden, sagt Alexander. Vormittags klappt es am besten. Jeden Tag anderthalb bis zwei Stunden. Er stellt sich seinen Timer auf 30 Minuten. Zwischen den halbstündigen Lernblöcken gönnt er sich fünf Minuten Pause. Ein Getränk steht immer mit auf dem Schreibtisch – und ein kleiner Snack. Mutter und Vater helfen, wie sie können: mit aufmunternden Worten, mit einem Essen, das aufs Zimmer gebracht wird, und manchmal auch mit Fachwissen.

Der Umstieg vom strukturierten Unterrichtsalltag zum selbstbestimmten Lernen ist Alexander nicht auf Anhieb gelungen. Bis um 10.30 Uhr zu schlafen, hat sich jedenfalls nicht bewährt. Und die Lerneinheiten am Abend auch nicht. „Da verliert man schnell die Lust.“ Wichtig ist Alexander, dass genügend Freizeit bleibt. „Man sollte sich gut vorbereiten, aber man darf es auch nicht übertreiben.“ Der 18-Jährige hat als Ausgleich den Sport. Er geht joggen und ab und zu ins Fitnessstudio.

Bisher hat der Rodenkircher alleine gelernt. Für die Vorbereitung auf die Mathe-Prüfung will er sich einer Lerngruppe anschließen. Auch wenn ihm die Mathe-Prüfung am meisten Sorgen bereitet, ist Alexander zuversichtlich, dass er sein Ziel erreicht. Er hat sich einen Notendurschnitt von 2,0 vorgenommen. „Wenn das klappt bin ich hochzufrieden.“

Und nach dem Abitur? Alexander will ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren und dadurch die Entscheidung für den beruflichen Weg noch ein wenig hinauszögern. „Ich bin mir noch nicht sicher, was ich machen möchte“, sagt der 18-Jährigem, dem 13 Schuljahre lieber gewesen wären als 12.

Wenn er auf seine Schullaufbahn zurückblickt, zieht Alexander ein positives Fazit. „Na klar gab es auch mal Lehrer, die man nicht so mochte oder die mich nicht so mochten. Aber im Großen und Ganzen hatte ich da kaum Probleme.“ Vor allem in den letzten beiden Jahren waren die Lehrer für ihn in erster Linie Lernpartner, mit denen man auf Augenhöhe kommuniziert.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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