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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Housesitting: Auf Weltreise in fremden vier Wänden

24.08.2017

Nordenham Einmal um die Welt reisen, das wünschen sich viele. Doch nur die wenigsten würden wohl ihre Wohnung und den festen Job aufgeben, um sich diesen Traum zu erfüllen. Die Nordenhamerin Sabrina Krabbenhoeft und ihr australischer Freund Simon Clements haben jetzt genau das getan.

Sabrina Krabbenhoeft wuchs in Nordenham auf, ging hier zum Gymnasium. Nach dem Abitur studierte sie Kunst in den Niederlanden. Anschließend zog sie nach Berlin. Dort lernte sie die Körpertherapie kennen. Dabei zeigt sie ihren Patienten auf, welche Routinen, auch Körperhaltungen, sie haben, die Beschwerden auslösen können, erklärt die 44-Jährige.

Sie sei schon immer viel gereist, berichtet Sabrina Krabbenhoeft. „Ich bin selbstständig. Etwa alle drei Monate habe ich irgendwo für einen Monat ein Projekt gemacht“, erzählt sie. Im November 2016 war sie in Griechenland unterwegs und traf dort Simon Clements. Über ein sogenanntes Workaway-Programm bei dem Freiwillige für Kost und Logis Arbeiten verrichten, waren beide in einem Tierheim tätig, in dem Hunde untergebracht waren.

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Reisen nach Nepal, Thailand und Sri Lanka

Nach etwa einem Monat musste Sabrina Krabbenhoeft wieder nach Hause und auch Simon Clements musste – auf Grund seines Visums – Europa verlassen. Doch die beiden verabredeten, sich zwei Monate später in Nepal zu treffen. Der Australier ist inzwischen seit gut einem Jahr mit dem Rucksack in der Welt unterwegs. Zuvor war er bei einer Firma im Sales-Bereich tätig. „Aber ich hatte einfach genug von dieser Arbeit. Ich wollte schon immer reisen. Es war eben nur früher als geplant“, erzählt Simon Clements.

Auch Sabrina Krabbenhoeft hatte das Fernweh schon oft gepackt. „Ich wollte sowieso nicht für immer in Berlin bleiben. Dann dachte ich, wenn ich jetzt nicht gehe, dann ändert sich nie etwas“, erzählt sie. Und so entschied sich Sabrina Krabbenhoeft im Januar 2017 ihre „Zelte“ in Deutschland abzubrechen. Ein halbes Jahr lang reiste sie zusammen mit Simon Clements durch Asien. Drei Monate verbrachte das Paar in Nepal. Dort arbeiteten Sie in einem Kinderheim, machten zum Beispiel Hausaufgaben mit den Kindern. Auch in einem Tierheim fanden sie Arbeit. Etwas Geld verdiente Sabrina Krabbenhoeft über den Verkauf von Bildern. Sie zeichnete zum Beispiel Landschaften und Szenen auf der Straße und verkaufte sie an Touristen. „Meistens habe ich direkt vor Ort gemalt“, erzählt sie. Dabei habe sie oft die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, erzählt Simon Clements lachend. „Einmal war sie von einer ganzen Gruppe von Touristen umringt, die ihr beim Zeichnen zugesehen haben“, erinnert sich der 43-Jährige.

Anschließend führte ihre Reise das Paar nach Thailand. Dort blieben sie einen Monat und halfen – wieder über das Workaway-Programm – beim Bau von Ferienhäusern. Nächste Station war Sri Lanka. Hier übernahmen die Weltenbummler hauptsächlich Gartenarbeiten. Alles, was sie auf ihren Reisen dabei hatten, passte in ihre Rucksäcke.

Die kleinen Jobs halten sie zwar über Wasser, doch viel verdienen lässt sich damit nicht. Dennoch haben die beiden auch ohne festen Wohnsitz oder Festanstellung keine Angst vor der Zukunft. „Nach zwölf Monaten auf Reisen sind die Ersparnisse jetzt aufgebraucht“, gibt Simon Clements zu. „Deshalb sind wir schon auf der Suche nach Wegen, um Geld zu verdienen. Gut wäre etwas, das wir online machen können“, meint der 43-Jährige.

Als House-Sitter in Frankreich und England

„Ich könnte auch zurück nach Berlin und für einen Freund arbeiten. Aber damit wäre Simon nicht geholfen. Er kann meist wegen seines Visums nur drei Monate bleiben“, sagt Sabrina Krabbenhoeft. Die nächsten Monate sind schon verplant. Am 3. September bricht das Paar in die Normandie (Frankreich) auf. Dort hat Simon über eine Internetplattform einen Job als House-Sitter, also „Haushüter“ ergattert. Sie passen auf Häuser auf, wenn die Eigentümer nicht da sind.

Anschließend geht es weiter nach Hungerford in Großbritannien. Auch hier werden die beiden ein Haus hüten. „Das verschafft uns erstmal Zeit, um darüber nachzudenken, wie es weiter gehen kann und wie wir Geld verdienen können“, sagt Simon Clements. Doch zu weit vorausplanen wollen die beiden auch nicht. „Das schränkt unsere Möglichkeiten ein. Wann immer wir etwas finden, das etwas mehr Stabilität bringt, werden wir das natürlich machen. Sri Lanka war toll, aber wir haben gemerkt, dass es zu lange war. Dinge ändern sich, unsere Stimmung ändert sich, wenn wir zu weit vorausplanen, schränkt das unsere Möglichkeiten ein“, sagt der 43-Jährige. Sabrina Krabbenhoeft könnte sich zum Beispiel eine „Basis“ vorstellen, von der aus sie starten. Sie möchte auch wieder mehr im Kunst-Bereich arbeiten.

Drei Wochen hat das Paar nun in Nordenham bei Sabrina Krabbenhoefts Mutter verbracht. „Ich musste sowieso noch einige Sachen aus dem Keller von Freunden abholen, deshalb passte das ganz gut“, erzählt Sabrina Krabbenhoeft. Am 3. September sagt die 44-Jährige ihrer alten Heimat dann wieder Lebwohl, denn dann geht es weiter nach Frankreich. Über ihre Erlebnisse schreibt sie dann auch auf ihrem Blog.

Bilder ihrer Weltreise zeigt Sabrina Krabbenhoeft auch auf ihrer Flickr-Seite.

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Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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