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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Vom Banktresor bis zum Kinderturnen

17.01.2019

Nordenham Ich bin eine von 103 Praktikanten des Gymnasiums Nordenham. Mein Betriebspraktikum absolviere ich zurzeit in der Nordenhamer Lokalredaktion der Nordwest-Zeitung. Ich habe mich bewusst für diese Art von Beruf entschieden, weil meine schulischen Neigungen eher im sprachlichen Bereich liegen. Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass ich so eigenständig arbeiten darf und auch nicht, dass ich Artikel und Berichte verfassen darf, die in der Zeitung erscheinen.

Die längeren Arbeitszeiten sind für mich ungewohnt und auch ab und zu anstrengend, da ich in der Schulzeit fast jeden Tag um 13 Uhr zu Hause bin. Bei meinem Praktikum bin ich in der Regel bis 17 Uhr in der Redaktion, und dann haben die Redakteure noch lange nicht Feierabend.

Obwohl ich den Beruf sehr interessant finde, werde ich wahrscheinlich trotzdem mein Praktikum in der elften Klasse in einem anderen Betrieb absolvieren, um auch noch zusätzlich einen Einblick in einen anderen Beruf zu bekommen.

Anlässlich des Betriebspraktikum habe ich sechs Schüler in ihren Betrieben besucht und sie nach ihren Eindrücken befragt.

Logo Gymnasium Nordenham BILD: Gymnasium Nordenham

Premium Aerotec bei Praktikanten besonders beliebt

103 Schüler der zehnten Klassen des Gymnasiums Nordenham schlüpfen für zwei Wochen in eine andere Rolle und bekommen einen Einblick in die Berufswelt. Das Betriebspraktikum findet in der Zeit vom 7. bis zum 19. Januar statt. „Der beliebteste Praktikumsbetrieb ist mit Abstand Premium Aerotec. Jedes Jahr verschlägt es etwa acht bis zehn Schüler dorthin“, berichtet Philipp Hetzel, Lehrer für Politik und Wirtschaft am Gymnasium Nordenham.

Zurzeit absolvieren im Umkreis ausschließlich die Schüler des Gymnasiums Nordenham ein Praktikum, sagt der kommissarische Schulleiter Dr. Sebastian Wegener. „Dies ist vorgesehen, damit die Betriebe nicht überlaufen werden.“

Die Schüler des Gymnasiums absolvieren seit der Umstellung aufs Abitur nach 13 Jahren zwei Praktika. Das erste findet am Nordenhamer Gymnasium in der zehnten Klasse statt. Ein weiteres Betriebspraktikum ist in der elften Klasse vorgesehen. „Ein zusätzliches Praktikum, das dann drei Wochen dauern wird, sehe ich als Chance für die Schüler an, da sie sich beruflich noch einmal ganz umorientieren können und auch ein nötiger Spielraum vorhanden ist. Insbesondere Schülern, die im sozialen Bereich tätig sind, wird eine verlängerte Praktikumszeit zugute kommen, da sie mehr Zeit zum Einleben haben“, sagt Philipp Hetzel.

Außerdem erzählt der Lehrer, warum er Praktika in den Klassen zehn und elf für sinnvoll hält. „Eigentlich ist ein Praktikum in den neunten und zehnten Klassen vorgesehen. In der zehnten und elften Klasse ist es jedoch wahrscheinlicher, dass die Schüler schon eine klarere Vorstellung von ihrem Berufswunsch haben. So können sie auch einfacher ein Praktikum finden, das sie im späteren Leben weiterbringt“.

Julia Wojaczek und Fabio Jochens absolvieren ihr Praktikum im Nordenhamer Amtsgericht. „Ich habe mich für den Praktikumsplatz beim Amtsgericht Nordenham entschieden, weil ich einen Einblick in das Leben eines Juristen kriegen wollte und weil ich die Themen, die einen in diesem Beruf erwarten, sehr spannend finde“, erzählt Julia Wojaczek. Das ist auch bei dem 15-jährigen Fabio Jochens so. Beide Praktikanten berichten, dass sie viele Akten lesen müssen. Besonders interessant finden sie die Gerichtsprozesse. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr praktische Arbeit machen, da die vielen theoretischen Teile auch an manchen Stellen ziemlich langweilig sind“, sagt Fabio Jochens. Dennoch sind beide von dem Beruf positiv überrascht. ,,In der elften Klasse könnte ich mir durchaus vorstellen, noch einmal ein Praktikum im Bereich Jura zu machen. Ich würde dann aber wahrscheinlich eher eine Anwaltskanzlei besuchen, da man dort eventuell noch mehr mit einbezogen wird“, verrät die 16-jährige Julia Wojaczek.

Beim Sportverein

Isabell Meyer und Neele Werner absolvieren ihr Praktikum beim Sportverein Nordenham. Isabell Meyer erzählt: „Ich habe im vergangenen Jahr den Zukunftstag beim Bodywork in Nordenham verbracht. Das hat mir gut gefallen. Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, auch mein Praktikum im sportlichen Bereich zu absolvieren.“ Neele Werner ist auf eine ganz andere Art zu ihrem Praktikumsplatz gekommen. „Ich hätte mein Praktikum gerne bei der Polizei gemacht. Das hat aber nicht geklappt. Da mir das Sportliche wichtig ist, habe ich mich dann für ein Praktikum beim SVN entschieden“.

„Ich hätte nicht erwartet, dass wir einen Gesundheitstest machen. Außerdem gefallen mir die Sportkurse sehr gut, auch wenn diese oft sehr anstrengend sind“, berichtet Isabell Meyer. Der 15-jährigen Neele Werner hat das Kinderturnen auch sehr viel Spaß gemacht. Das Stehen hinter dem Tresen finden die beiden Mädchen hingegen nicht so spannend. ,,Ich versuche, nächstes Jahr einen Praktikumsplatz bei der Polizei zu bekommen“, berichtet Neele Werner. Isabell Meyer möchte sich jetzt noch nicht festlegen: „Vielleicht kommt mir spontan noch eine Idee für einen anderen Beruf.“

Bei der Bank

Majandra Hofschildt ist bei der Landessparkasse zu Oldenburg untergekommen. „Ich bin sehr froh, dass ich mich für ein Praktikum bei der Bank entschieden habe. Ich finde die Arbeit der Angestellten sehr spannend und kann mir den Beruf auch später selber gut vorstellen“, berichtet sie.

Die 16-jährige Schülerin erzählt: „Ich habe mich bewusst für diese Bank entschieden, weil meine Familie und ich hier Kunden sind.“ Außerdem sagt sie, dass ihr die Besichtigung des Tresors, sowie der Einblick in den Geldautomaten sehr gefallen haben. „Mir wurde genau erklärt, wie und wo das Geld in den Automaten gespeichert wird und auch, wie es gezählt wird.“ Außerdem verrät die Schülerin, dass sie das Arbeiten am Schalter während des ersten Tages weniger spannend fand. „Ich werde mein Praktikum in der elften Klasse wahrscheinlich bei einem anderen Betrieb machen, um auch noch zusätzlich einen Einblick in einen anderen Beruf bekommen zu können.“

OrthopädieTechnik

Svenja Wiedenhoeft hat sich bei Buhr Orthopädie-Schuhtechnik beworben. Von dem Beruf ist sie stark beeindruckt. „Mir wird hier genau die Funktion, der Gebrauch und die Herstellung einer Einlage erklärt. An der Herstellung bin ich selbst beteiligt. Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass mir der Umgang mit den Maschinen erlaubt ist und dass ich in so nahen Kontakt mit den Kunden treten darf.“

Die 15-jährige Schülerin des Gymnasiums Nordenham könnte sich später durchaus einen Beruf in der Orthopädietechnik vorstellen. Trotz allem ist sie beim nächsten Praktikum auch daran interessiert, in den Beruf eines Ingenieurs zu schnuppern.

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