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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Schule: Coach in die Ruhmeshalle aufgenommen

12.09.2017

Nordenham Für Bob Burg, Cary Palulis und all die anderen aus dem Leichtathletik-Team der Cheshire Academy im US-Bundesstaat Connecticut ist er einfach nur der Coach. Bis heute. Johann (die meisten nennen ihn Jenning) Harms hat an der Schule in den Sechzigerjahren bleibenden Eindruck hinterlassen. Und seine ehemaligen Schüler haben dafür gesorgt, dass dieser Eindruck für immer bleibt. Sie haben sich dafür eingesetzt, dass der Coach in die Hall of Fame ihrer früheren Schule aufgenommen wird. Und genau das ist jetzt geschehen. Eine Ehre, die normalerweise nur Sportlern zuteil wird. Jenning Harms ist der zweite Sportlehrer in der 200-jährigen Geschichte der Cheshire Academy, der diese Auszeichnung bekommen hat.

Tolle Zeit erlebt

Jennings Harms hätte die Einladung zur Feier gerne angenommen. Aber die lange Reise über den großen Teich hat sich der 87-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zugetraut. Noch vor drei Jahren hatte er seine ehemaligen Schützlinge, darunter viele frühere Leichtathletik-Asse, in Cheshire in der Nähe von New York wiedergetroffen und eine tolle Zeit mit ihnen erlebt. Auf die erneute Reise in die USA hat er schweren Herzens verzichtet.

Seine früheren Schüler hätte ihn gerne dabei gehabt. Jenning Harms hat vor allem mit dem Leichtathletik-Team viele Erfolge bei Wettkämpfen gefeiert. „The legend of Cheshire’s athletic heyday“ – die Legende aus der Leichtathletik-Blütezeit von Cheshire – so haben ihn seine früheren Schüler betitelt. Bob Burg erinnert sich, dass der Coach das ganze Team zusammengehalten hat, dass er versucht hat, aus jedem das Beste herauszuholen. „Er war mehr als nur ein Trainer. Für die meisten von uns war er der beste Freund.“ Cary Palulis sagt: „Johann Harms war einer der Menschen, die mich am meisten beeinflusst haben. Er hat mir geholfen, eine Siegermentalität zu entwickeln, die ich mir bis heute bewahrt habe.“

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Eine Ehrentafel hat Jenning Harms mit der Post nach Hause bekommen. Das größere Original hängt jetzt in der Hall of Fame in Cheshire.

Jenning Harms erinnert sich gerne an seine Zeit in den USA zurück. Er hat 1950 sein Abitur am Nordenhamer Gymnasium gemacht. Nach einer Lehre zum Industriekaufmann begann er 1954 mit dem Lehramtsstudium in Kiel und absolvierte drei Jahre später sein Vorexamen. Eine Tante, die in den Vereinigten Staaten lebte, fragte ihn, ob er nicht in die USA kommen wolle. Jenning Harms hatte Interesse. Eigentlich wollte er nur ein Jahr bleiben. Schließlich sind 13 daraus geworden.

In den USA vermittelte ihm zunächst sein Onkel eine Stelle in einer metallverarbeitenden Fabrik. Später besuchte er einen deutsch-amerikanischen Club, zu dem auch eine Fußball-Mannschaft gehörte. Eigentlich sollte Jenning Harms nur einmal aushelfen, weil ein Spieler fehlte. Aber nach dem ersten Einsatz wurde der Nordenhamer sofort als Spielertrainer verpflichtet. Denn Jenning Harms war damals ein begnadeter Kicker. Mit dem SC Nordenham war er Anfang der Fünfzigerjahre in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufgestiegen.

Der Nordenhamer bewarb sich an mehreren Privatschulen. Die Cheshire Academy wollte ihn schließlich haben, allerdings nicht als Deutsch-, sondern als Mathematiklehrer. „Dabei war ich in Mathe gar nicht so gut in der Schule“, erinnert sich Jenning Harms. Es hat aber gereicht, um in den jüngeren Klassen Unterricht zu geben. Und für den Sport hat’s allemal gereicht. Die Leichtathletik-Mannschaft aus der Jahren 1963/64 schwärmt noch heute von ihrem Coach. Darüber hinaus sprang der Nordenhamer überall dort ein, wo er gebraucht wurde. Unter anderem hat er in Cheshire den Enkel des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt unterrichtet.

Bis 1993 unterrichtet

Nach seiner Zeit in Amerika und einer kurzen Zwischenstation im hessischen Königstein ging Jenning Harms dorthin zurück, wo er selbst sein Abitur gemacht hatte: ans Nordenhamer Gymnasium. Mit Kusshand sei er damals in Nordenham aufgenommen. Anfang der 70er-Jahre herrschte ein dramatischer Lehrermangel am Gymnasium, wo Jenning Harms bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1993 Englisch und Sport unterrichtete.

Der Kontakt zu seinen ehemaligen Schülern in den USA ist bis heute nie abgerissen. Der Coach ist stolz darauf. Er freut sich über die Wertschätzung. Und natürlich über die Aufnahme in der Hall of Fame. „Das“, sagt Jenning Harms, „ist wirklich eine ganz besondere Auszeichnung.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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