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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Schule: Jetzt wird ein Anti-Rassismus-Pate gesucht

26.04.2018

Nordenham Mehr als 1000 Unterschriften auf zwei Quadratmetern – das Schild, das die graue Fassade der Turnhalle ziert, hat eine unmissverständliche Botschaft: diese Stadt ist bunt, die Schule ist es, und Rassismus hat hier nichts zu suchen. Die Schülervertretung des Nordenhamer Gymnasiums ist stolz auf dieses Symbol der Vielfalt und vor allem darauf, dass die ganze Schule dahinter steht.

„Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ – mit diesem Titel darf sich das Gymnasium auch weiterhin schmücken. Den Titel verleiht der Verein Aktion Courage. Eine Bedingung ist, dass mindestens 70 Prozent der Schüler und des Personals mit ihrer Unterschrift dafür einstehen, dass sie gegen Rassismus sind. Das alleine reicht aber nicht. Das Gymnasium muss sich den Titel jedes Jahr aufs Neue verdienen.

2016 wurde die Schule zum ersten Mal ausgezeichnet. Damals hatten Schüler gemeinsam mit Lehrern ein Musikvideo produziert. Mit dem Song „We Are The World“ wollten sie deutlich machen, dass sie gegen Diskriminierung, vor allem gegen Rassismus sind. Mit dem Video erzielte das Gymnasium viel Aufmerksamkeit. So durften zum Beispiel als Anerkennung für die Aktion zwei Schüler an einem Workshop des Fördervereins Demokratisch handeln in Hofgeismar teilnehmen. Außerdem wurde das Nordenhamer Gymnasium für den Deutschen Engagementpreis nominiert.

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Die meisten Unterschriften für das Schild, das jetzt an der Turnhalle hängt, sammelte die Schülervertretung beim Weihnachtsmarkt. Nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch viele Eltern verewigten sich darauf. Unterstützung bekam die Schülervertretung außerdem von der Nordenhamer Firma Clap Tzu.

Das Schild mit den Unterschriften ist der Beitrag 2017 zur Aktion „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Der Beitrag 2018 ist bereits in trockenen Tüchern. Die Schülervertretung hat gesammelt, um einer Schule in Ghana zu helfen, einen multifunktionalen Sportplatz anzulegen. Die Schule befindet sich in Agona Swedru. Dort absolviert der ehemalige Schülersprecher Daniel Eppler zurzeit einen Freiwilligendienst. Von ihm haben die ehemaligen Mitschüler erfahren, wie dringend die sportbegeisterten Schüler den Multicourt benötigen. 2030 Euro haben die Gymnasiasten zusammenbekommen.

Die Schülervertretung ist jetzt noch auf der Suche nach einem prominenten Paten, der die Aktion „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ unterstützt. Schülersprecherin Julia Eppler und ihre Mitstreiter sagen, dass sie an ihrer Schule noch keinen Rassismus erlebt haben. Im Gegenteil: Sie haben zum Beispiel den Eindruck, dass die Flüchtlingskinder gut integriert sind. Am Gymnasium werden zurzeit etwa 20 Flüchtlingskinder unterrichtet. In der siebenköpfigen Schülervertretung sind allein drei Schüler mit Migrationshintergrund. Auch ein Zeichen für gelebte Vielfalt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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