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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ohne Läusekamm geht es einfach nicht

06.11.2008
NWZonline.de NWZonline 2015-07-16T15:20:44Z

UNGEZIEFER:
Ohne Läusekamm geht es einfach nicht

LEMWERDER „Mein Kind hat Kopfläuse, was nun?“ lautete das Thema der Elternschule Lemwerder am Dienstag in der Grundschule Lemwerder-Mitte. „Lausig“ war dabei aber eher die geringe Beteiligung, die sowohl Schulleiterin Angela Waechter als auch Initiatorin Bianka Ludwig auf das pikante Thema zurückführten. So war es Dr. Carsten Dähnhardt hoch anzurechnen, dass er seinen Vortrag auch für die erschienenen zwei Interessenten hielt, die neben der Schulleiterin sowie Karen Stuke (Familien- und Kinderservicebüro) und eben Bianka Ludwig anwesend waren.

Vor allem Kinder im Alter zwischen sechs bis zehn Jahren haben Läuse, wobei Mädchen noch häufiger „Opfer“ werden, sagte der Apotheker. „Die stecken einfach vielmehr mit den Köpfen zusammen.“ Und gerade das sei die häufigste Ursache für die Verbreitung von Läusen, sagte der Fachmann. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Plagegeister durch Mützen, Bürsten oder Schals übertragen werden, sei dagegen wesentlich niedriger.

Das Kopflausbefall etwas mit mangelnder Sauberkeit zu tun hat, ist ein Gerücht, stellte Dähnhardt klar. Auch bei sorgfältigster Hygiene seien Kopfläuse nicht auszurotten.

Anhand der Biologie der Parasiten machte Dähnhardt deutlich, wie wichtig die richtige Behandlung ist, damit aus dem Problem nicht ein endloses Martyrium wird. Dabei müsse man auf jeden Fall wissen, dass nach acht Tagen neue Larven aus den abgelegten Läuseeiern (Nissen) schlüpfen, weshalb man auf gar keinen Fall vergessen dürfe, das Kind nach eben diesen acht Tagen noch einmal nachzubehandeln.

Dähnhard berichtete über die Wirkungsweisen der verschiedenen auf dem Markt frei erhältlichen bzw. apothekenpflichtigen Mittel gegen Kopfläuse. „Das wichtigste Utensil ist jedoch der Läusekamm.“ Mit dem könnten die Läuse und Nissen schon beim ersten Verdacht aufgespürt werden.

Weil Eltern den Läusebefall ihrer Kinder oft nicht oder nicht rechtzeitig in Schule oder Kindergarten melden, sei das Problem allerdings schwer in den Griff zu bekommen. „Aus Scham wird gar nicht mehr Bescheid gesagt, dass ein Kind Läuse hat. Es wird dann einfach zur Schule geschickt“, sagte Angela Waechter, die als Schulleiterin jeden Läusebefall namentlich beim Gesundheitsamt melden muss.