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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ganztagsschule: Optimale Betreuung organisieren

27.06.2015

Burhave Die Empfehlung der Gemeindeverwaltung, eine Umwandlung der Grundschule Butjadingen zur offenen Ganztagsschule zum Schuljahr 2017/18 anzustreben, fand im Schulausschuss ebenso keine Mehrheit wie der Antrag der CDU-Fraktion, eine Nachmittagsangebot bereits nach den Sommerferien 2016 zu realisieren. Stattdessen soll eine noch zu bildende Arbeitsgruppe die Möglichkeiten einer optimalen, familienfreundlichen Betreuung erarbeiten.

Mit dieser überaschenden Beschlussempfehlung endete die Ganztagsschuldebatte während der Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Schulwesen am Donnerstagabend im Burhaver Rathaus. Beantragt wurden die Bildung der Arbeitsgruppe und deren Auftrag von Schulleiterin Christine Thaden-Decken. Mehrheitsfähig wurde ihr Antrag durch die Stimmen der Eltern- und Lehrervertreter im Ausschuss.

Elternwunsch erfüllen

Mit der Empfehlung für eine offenen Ganztagsschule, in der die Teilnahme an den Nachmittagsabgeboten freiwillig ist, habe die Verwaltung dem Elternwunsch Rechnung getragen, machten Bürgermeisterin Ina Korter und der stellvertretende Leiter des Amtes für Finanzen und Verwaltung, Joachim Wulf, deutlich. Den Elternwunsch leitete die Verwaltung vom Ergebnis der Elternbefragung ab.

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Wie bereits berichtet, hatten sich 141 von rund 300 angeschriebenen betroffenen Familien an der Befragung beteiligt. 92 von ihnen wünschen sich eine Ganztagsschule, davon 65 in offener (freiwillig), 19 in teilgebundener (2 Tage verpflichtend, weitere Teilnahme freiwillig) und 8 in vollgebundener Form (4 Tage verpflichtend).

Schulausschuss-Vorsitzender Hans-Gerd Gerdes (Grüne) bezweifelte, dass sich der Elternwunsch mit dem tatsächlichen Bedarf für eine Nachmittagsbetreuung deckt. Wahrscheinlich werde die Zahl der Kinder, die das Ganztagsangebot nutzen, deutlich geringer sein.

Dr. Hans Hortig (Unabhängige) wies auf die für die Gemeinde entstehenden Kosten hin, deren Verhältnis zum Nutzen bei einer offenen Ganztagsschule mit schwankenden Teilnehmerzahlen nicht kalkulierbar sei.

Er habe nichts gegen eine Ganztagsschule, „jedoch müssen wir sie uns auch leisten können“, machte Jannes Bergsma (FDP) deutlich. Es müssten daher erst ein Konzept erarbeitet und für dessen Umsetzung die Kosten ermittelt werden.

Ergebnis respektieren

Der Elternwunsch sei durch die Befragung ermittelt worden. Er sollte jetzt auch respektiert und zügig umgesetzt, begründete Sabine Luga (CDU) den Antrag ihrer Fraktion. Dessen Mitglied Christoph Muth verwies auf die Bedeutung einer Nachmittagsbetreuung für eine familienfreundliche Gemeinde.

Für die Umsetzung des Elternwunsches votierte auch Martina Geberzahn (SPD). Dies werde zum Schuljahr 2016/17 noch nicht möglich sein, jedoch sollten zügig die Kosten ermittelt werden.

Christine Thaden-Decken präsentierte eine Berechnung, die darauf basierte, dass jeweils 40 Schüler an drei Tagen die Nachmittagsangebote nutzen. Die dafür vom Land zur Verfügung zu stellenden Lehrerstunden und finanziellen Mittel werden nicht ausreichen, um ein qualitativ gutes Angebot organisieren zu können. Dazu sei die Mithilfe der Gemeinde erforderlich.

Die Schulleiterin sowie auch Lehrervertreterin Christa Mann wiesen zudem darauf hin, dass die offene Ganztagsschule nicht ausreiche, um den offensichtlich vorhandenen Bedarf für eine Nachmittagsbetreuung zu decken. Dafür ein Konzept zu erarbeiten, das auch eine offene Ganztagsschule beinhalten könne, sollte die Aufgabe einer Arbeitsgruppe sein.

Der Bedarf sei in den nächsten beiden Jahren noch nicht so groß. Deshalb sollte die Gemeinde nichts übers Knie brechen, mahnte Elternvertreterin Dagmar Reinelt eine durchdachte Lösung an.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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