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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Förderung durch Flexibilität

05.07.2019

Ovelgönne Auf das 20-jährige Bestehen blickt die Padd-stock-Schule des CVJM-Sozialwerks Wesermarsch am Standort Ovelgönne zurück. Gefeiert wurde dies mit Gästen aus benachbarten Schulen und Institutionen, der Tagesklinik und der Kooperationspartner. Auch Ovelgönnes Bürgermeister Christoph Hartz und die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen schauten vorbei.

Und es gab einen weiteren Grund zum Feiern: Die umfangreiche bauliche Sanierung des Gebäudes wurde nach etwa einem Jahr abgeschlossen. Vor allem energetisch hat sich viel getan: Es gab eine neue Heizung, ein neues Dach, eine neue Dämmung der Außenwände, neue Außentüren, aber auch neue Schulmöbel. Die Schule hat nun eine CO2-Bilanz gleich null, sagte Dr. Ilka Spiess stolz, Fachbereichsleiterin Kinder und Jugend des CVJM.

Schulleiter Peter Steffens dankte seinen Mitarbeitern: „Zweieinhalb Jahre Planung und Umsetzung bedeutete – mal wieder – erhöhtes Engagement.“ Er freute sich: „Die Schule füllt das Gebäude seit 20 Jahren mit Leben.“

Und dies tut sie mit einem besonderen Konzept, wie die Gäste bei Führungen lernten: Denn die Paddstock-Schule ist eine Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung. Hier werden Kinder und Jugendliche beschult, die verhaltensauffällig sind, besondere Betreuung brauchen, immer mit dem Ziel, sie in die Regelschulen zurückzuführen. Damit jeder Einzelne genügend Aufmerksamkeit bekommt, sind die Klassen nur aus sechs bis acht Schülern zusammengesetzt. Außerdem gilt das „Klassenlehrerprinzip“, die Schüler haben möglichst viel Unterricht bei demselben Lehrer. Pädagogische Mitarbeiterinnen unterstützen diese. In den ersten beiden Klassen gebe es eine permanente Doppelbesetzung, erklärt Steffens, denn wenn die Grundlagen in Lesen, Schreiben und Rechnen dann nicht vermittelt würden, habe alles andere auch keinen Sinn.

In den „Differenzierungsräumen“ neben jedem Klassenzimmer findet daher auch Förderunterricht statt. Sie sind aber auch dazu da, um bei Konflikten zu entzerren, damit es dann in der Gruppe wieder klappt. In der Padd-stock-Schule soll ein optimales Umfeld herrschen, daher erfolgte die Farbgebung der Klassenräume bei der Neugestaltung in Absprache mit einem Kinderpsychologen. So wurde versucht, eine bestmögliche Umgebung für die Kinder zu schaffen.

In Ovelgönne sind die Klassen eins bis sechs untergebracht, die Klassen sieben bis zehn in Brake. Die Schule sei voll ausgelastet, es könnten sogar nicht alle Anfragen bedient werden, so Steffens. Meist kämen die Kinder und Jugendlichen jedoch zu spät an die Schule, die „herausfordernden Verhaltensweisen“ seien dann schon verinnerlicht.

Der Unterricht werde auf das Wesentliche beschränkt, bei Älteren werde auch viel Lebenspraktisches und Berufsorientierung vermittelt. Und neben dem normalen Unterricht gebe es viele andere Aktivitäten, zum Beispiel Sport, Schwimmen, Reiten.

Nina Meyerdierks, pädagogische Mitarbeiterin, betont: „Wir sind wahnsinnig flexibel.“ So kann den Bedürfnissen der Kinder gut entsprochen werden. Und: Jeder Lehrer kenne den Namen jedes Schülers, so sei es eine andere Atmosphäre als an anderen Schulen. „Es ist sehr heimelig.“

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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