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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Pensionierung: Rockender Rektor geht in den Ruhestand

29.01.2014

Friedrich-August-Hütte Dass er ein Hemd angezogen hatte, auf dem unübersehbar die Nummer 63 abgebildet ist, war kein Zufall. Im Alter von 63 Jahren hat der Lehrer am Dienstag seinen Abschied von der Grundschule in Friedrich-August-Hütte genommen. Damit endet für die Schule an der Margaretenstraße eine Ära. Denn Alfred Ferenz hat dort fast ein Vierteljahrhundert als Rektor gearbeitet und somit die Entwicklung der Lehranstalt, zu der früher auch eine Hauptschule gehörte, entscheidend geprägt.

Musik zur Begrüßung

Die von Alfred Ferenz bewusst klein gehaltene Abschiedsfeier in der Aula begann mit einer musikalischen Überraschung. Der rockende Rektor, der einst in der Schule die legendäre Nordenhamer Lehrerband aus der Taufe gehoben hatte, nahm seine Bassgitarre und stimmte mit seinen Freunden aus der EAL-Vokalgruppe einen Song an. Gisela Bier-Wißmann, die als Dezernentin der Landesschulbehörde in offizieller Mission gekommen war, um die Entlassungsurkunde zu überreichen, zeigte sich beeindruckt von der schwungvollen Begrüßung. Auch im weiteren Verlauf der Feier ging es locker und humorvoll zu. Genau passend zur Lebenseinstellung des Ex-Rektors.

Die Dezernentin schilderte zunächst die berufliche Laufbahn des gebürtigen Phiesewarders. Nach der Grundschulzeit in seinem Heimatdorf hatte er das Gymnasium in Nordenham besucht und dort 1970 sein Abitur gemacht. Es folgte von 1970 bis 1973 das Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Oldenburg. Zwischendurch verdiente sich Alfred Ferenz als Musiker etwas Geld dazu. Unter anderem spielte er bei den Floridas mit, die als Hausband bei der Gaststätte Gallasch in Blexen unter Vertrag standen.

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1973 trat Alfred Ferenz an der damaligen Grund- und Hauptschule FAH seine erste Lehrerstelle an. Zwei Jahre später wechselte er an die neu errichtete Luisenhofschule, wo dem leidenschaftlichen Musiker die Betreuung des Chors und der Schülerband besonders am Herzen lag.

1989 kehrte Alfred Ferenz an die Schule in FAH zurück. Er übernahm die Position des Rektors und somit die Nachfolge von Helmut Schlüter. Der damalige Schulrat Heinrich Dießelberg gab dem jungen Rektor den Tipp, dafür zu sorgen, dass sich Schüler, Eltern und Kollegen an der Lehranstalt wohl fühlen. Wenn er das schaffe, sei er ein erfolgreicher Schulleiter. „Diesen Ratschlag habe ich mir zu Herzen genommen“, sagte Alfred Ferenz bei seiner Verabschiedung.

Aus Sicht der heutigen Schuldezernentin Gisela Bier-Wißmann hat Alfred Ferenz eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Als Vertreter der 68er-Generation habe er neue Ideen mitgebracht und sich als „kollegialer Chef“ bewährt. Ihm sei es gelungen, in der Schule eine „gute und kreative Atmosphäre“ zu schaffen. Ein besonderes Geschick legte Alfred Ferenz nach ihren Beobachtungen auch im „Erschließen von finanziellen Ressourcen“ an den Tag. Dieses Talent bekam er anschließend auch von seiner Kollegin Gudrun Voß bescheinigt, die ihn auf amüsante Art mit Dagobert Duck verglich.

Fiktives Tagebuch

Richtig lustig wurde es, als der kommissarische Schulleiter Jens Locker in einem fiktiven Tagebuch das Pensionärsdasein von Alfred Ferenz beschrieb. Vor allem seine Neigungen, Vogelhäuschen zu bauen, Wasserhähne zu entkalken, das Fahrrad zu putzen, den Rasen zu düngen und Musik zu machen, spielten dabei eine Rolle.

Nette Worte bekam Alfred Ferenz zudem von der Abbehauser Rektorin Evelyn Dannheim-Sausner zu hören, die sich im Namen der Schulleiterrunde bei ihm für die gute Zusammenarbeit bedankte. Fröhlich und hilfsbereit, manchmal aber auch mahnend sei er aufgetreten. „Die pädagogischen Ideale waren ihm immer wichtig“, sagte sie.

Zum Abschied stimmten alle Mitarbeiter ein Lied mit dem Refrain „Ich fahre so gerne Rad“ für ihn an. Denn das Radfahren ist – neben der Musik – sein größtes Hobby. Auch die Bastelgruppe des Osterbasars hatte ein Abschiedsgeschenk vorbereitet: Angelika Kersting überreichte ihm eine aus Holz gefertigte Eule.

Wer künftig die Schule in FAH leitet, ist noch offen. Die Stellenausschreibung läuft.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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