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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Weihnachtskonvoi: Väterchen Frost ist noch jung

28.11.2018

Rodenkirchen /Seefeld „Hauptsächlich Klamotten, die nicht mehr passen“ hat der 15-jährige Keno Wolf eingepackt. Seine 14-jährige Klassenkameradin Charleen Warnick verschenkt ihr Stofftier. „Es ist von guter Qualität“, betont sie. Das sagt auch der ebenfalls 14-jährige Björn Jäschke von seinem alten Kuscheltier, das er gern an bedürftige Kinder abgibt.

Alle drei gehören der Klasse 9c der Oberschule Rodenkirchen an, die in diesem Jahr die Gaben ihrer Schule für den Weihnachtspäckchen-Konvoi des Service-Clubs Round Table Deutschland organisiert hat. Ziel ist wieder die Ukraine; mit dabei auch diesmal: der Rodenkircher Handwerksmeister Udo Stallkamp, der die gut 100 bunten Päckchen in seiner alten Schule abholt. In der Ukraine heißt der Weihnachtsmann Väterchen Frost; diesmal ist er noch jugendlich.

Material für die Schule

Neben Stofftieren und Kleidung haben die Oberschüler auch Süßigkeiten gespendet, ergänzt die 15-jährige Klassensprecherin Denise Harjes. Ja, auch Süßigkeiten werden im armen Osten Europas gebraucht, das kann Toni Mihaylov bestätigen. Der 15-jährige, der ebenfalls in die 9c geht, ist vor vier Jahren mit seinem Vater aus der am Schwarzen Meer gelegenen bulgarischen Großstadt Burgas in die Wesermarsch gekommen. Obwohl Bulgarien der Europäischen Union angehört, ist es in weiten Teilen arm wie die Ukraine. Viele Kinder besuchen keine Schule, weil sie sich die Ausstattung nicht leisten können, wie Toni sagt. Sein Vater habe ihn mit nach Deutschland genommen, damit er hier eine bessere Bildung bekomme.

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Bulgarien haben beide nicht vergessen, und deshalb haben sie im vergangenen Jahr Hilfspakete in ihre alte Heimat gebracht. Auch in diesem Jahr konnte Toni gute Tipps geben, was die Kinder im ärmsten Teil Europas brauchen: Neben Lakritz-Konfekt und Nuss-Nougat-Creme der bekannten Marken vor allem Stifte und Blöcke.

Zwei Lastwagen

Und so hat er auch sein Päckchen für die Ukraine bestückt. Es ist eines von 7000 Päckchen, die aus der Wesermarsch gen Osten rollen, sagt Udo Stallkamp. Das sind so viele, dass erstmals zwei Lastwagen für den Transport gebraucht werden; beide stellt die Braker Spedition LIT zur Verfügung. Am Freitag, 30. November, rollen sie zunächst zum Round-Table-Zentrallager bei Frankfurt.

An Bord sind auch die 42 Päckchen, die die Jugendfeuerwehr Seefeld/Reitland/Schwei gepackt hat. Die Betreuerin Louisa Albertzard hatte vorgeschlagen, sich an der Aktion zu beteiligen; folgerichtig übergab sie die Päckchen an Peter Jessen, Marcel Koopmann und Hella Bessel von Round Table und dessen Frauenorganisation Ladies‘ Circle, teilt Andreas Reimers-Lochmann mit, der Gemeindepressesprecher der Stadlander Feuerwehr.

„Kinder helfen Kinder“ hießt der einprägsame Titel der Aktion, die Round Table seit 2004 organisiert und die seitdem ständig gewachsen ist; seit 2010 ist Udo Stallkamp dabei. Zusammen mit neun weiteren Roundtablern aus der Wesermarsch bringt er die Päckchen zu Schulen, Gehörlosenschulen sowie Waisen- und Krankenhäusern in verschiedenen Regionen der Ukraine.

Gelegentlich werden die Gabenbringer in leuchtende Kinderaugen sehen. „Aber es sind einfach zu viele Päckchen, als dass wir jedes selbst überreichen könnten“, sagt Udo Stallkamp. Deshalb haben sie in dem großen, aber armen Land ein Netz von Vertrauensleuten geknüpft.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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