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Aktualisiert vor 40 Minuten.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Romeo zeigt sein wahres Gesicht

23.02.2017

Elsfleth Nach einer beklemmenden Stunde heißt es im „Grünen Salon“ der Oberschule: ein paar Mal schlucken und ganz tief durchatmen! Anders sind die Emotionen – sowohl die der Schüler der 6. bis 10. Klassen, als auch der Lehrer – nicht in den Griff zu bekommen.

Was war an diesem Morgen an der Schule so bewegend? Auf der Bühne gastiert das Berliner Schultour-Theater „Bühnengold“ mit dem Zweipersonenstück „Romeo @dded Julia reloaded“ – Shakespeares Klassiker transferiert in das Zeitalter der Communities und Chatrooms. Erica Herhold spielt die 14-jährige Julia, Simon David Altmann ist in einer Doppelrolle als schwer verliebter Schulkamerad „Maximilian“ und als Trader „Romeo“ zu sehen.

Natürlich fängt alles ganz „normal“ und herzerfrischend an. Julia – temperamentvoll, witzig und nicht auf den Kopf gefallen – macht schimpfend und gestikulierend Schluss mit ihrem Freund Andi: „Kein Bock mehr auf euch voll weichgespülte Typen!“ Aber Bock auf Singledasein ist auch nicht angesagt, schließlich ist sie schon 14!

Während sich Maxi in Liebesfantasien Luft macht und von Julia total ignoriert wird, sieht das Mädchen seine Chance auf einen neuen Typen in einer Dating-App. Romeo, er ist schon 19, zeigt Interesse, sie chatten, telefonieren, machen sich Komplimente und Julia ist schwer verliebt im siebten Himmel: Romeo und Julia – die schönsten Liebesgeschichten schreibt das Leben! So wird sie ihrem Romeo auch die schönsten Fotos schicken, sexy und leicht bekleidet, bis das Stichwort vom „Ausziehen“ fällt und die Kamera ist immer dabei.

Dann trifft sich das Paar, erlebt einen schönen Tag in der Natur und die Katastrophe folgt in Julias sturmfreier Bude. Der „Märchenprinz“ nötigt das Mädchen mit Gewaltausbrüchen zu Fesselspielchen und sexuellen Exzessen, aber es kommt noch schlimmer. Romeo vermittelt die 14-jährige, seine „kleine Schlampe“ , an drei Freunde, die sich – auch ausgerüstet mit der Kamera – gerne bedienen dürfen. Was einmal im Netz ist, bleibt ein Leben lang, und was Julia bleibt, ist der Suizid mit dem Elektrokabel.

Trotz der Meisterleistung der beiden jungen Schauspieler kommt der Applaus nur zögerlich. Dieses Präventionsstück gegen Internetkriminalität warnt Kinder und Jugendliche natürlich vor den Gefahren des „Groomings“ und der zu offenen Kommunikation in den Communities, das aber auf einem verdammt harten und steinigen Weg.

In anschließenden Gesprächen mit den Darstellern und ihren Klassenlehrern hatten die Oberschüler Gelegenheit, diesen „harten Tobak“ aufzuarbeiten.

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