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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Maulkorb von der Behörde für die Schulleitung?

04.06.2015

Brake Irgendwann war es genug. Christina (16, Name geändert) konnte einfach nicht mehr. Sie wollte nicht mehr hören, dass sie hässlich sei und stinke. Sie wollte sich nicht mehr demütigen und schubsen lassen, nicht mehr nach Hause kommen und weinen. Sie hatte genug davon, im Klassenchat im Internet verhöhnt zu werden. Sie wollte nicht mehr mit einem mulmigen Gefühl zur Integrierten Gesamtschule (IGS) gehen. Sie wollte keine Angst mehr haben müssen, wieder geschlagen zu werden. Christina hat kürzlich die Schule gewechselt. „Ich bin so froh darüber“, sagt sie erleichtert.

Christina ist eine von vielen, die sich nach der Berichterstattung über Gewalt und Mobbing an der IGS bei der NWZ  gemeldet haben. Ihren Eltern ist es lieber, dass ihr richtiger Name nicht in der Zeitung steht. Im Internet ist mittlerweile eine lebhafte Diskussion entbrannt.

Es gebe viele Probleme an der IGS, sagt die Ex-Schülerin. Einmal, da habe ein Schüler sogar einen Lehrer angegriffen. „Mit einer Schere“, sagt sie. Auch Drogen seien an der Schule im Umlauf. Mehr oder weniger verdeckt würden sie gehandelt.

Die NWZ  wollte mit der Schulleitung über die Vorwürfe reden. Ohne Erfolg. Die stellvertretende Schulleiterin Wiebke Koll sagte, sie habe Anweisung, nicht mit der Presse zu reden. Die Landesschulbehörde habe das angeordnet.

Doch auch bei der Landesschulbehörde gibt es für die NWZ  erst keine Auskunft. Eine Sprecherin verweist in dieser Angelegenheit auf die Pressestelle des Kultusministeriums in Hannover. Von da bekam die Redaktion die Antwort, dass man nicht zuständig sei. Man könne sich jedoch nicht vorstellen, dass die Schule ein Verbot bekommen haben soll, mit der Presse zu sprechen.

Später am Abend gibt es dann die Aufklärung: Die Landesschulbehörde meldet sich wieder. „Auf Wunsch der Schule haben wir die Pressearbeit in dieser Angelegenheit übernommen“, sagt eine Sprecherin. Das bedeute, dass alle Aussagen mit der Behörde „abgestimmt“ sein müssen. Verboten habe man jedoch nichts. Zu den Vorwürfen würde man sich so schnell wie möglich äußern, sagt die Behörden-Sprecherin.

Die Eltern der Mobbing-Opfer wollen sich jetzt treffen. Und gemeinsam Wege aus der Krise finden.

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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