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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Entspannt neben dem Sprudel

26.01.2019

Schwei Zuerst fanden die Kinder ihn einfach nur aufregend. Aber der neue Ruheraum in der Schweier Tagesstätte Lüttje Lüü ist ja auch etwas Besonderes, ein Extra, das die Betreuung noch einmal aufwertet. Inzwischen freuen sich die Kinder auf die Auszeit, die ihnen in dem kleinen Zimmer im ersten Stock vergönnt ist.

Snoezelen-Raum – so heißt das im Oktober eingeweihte Zimmer offiziell. Snoezelen ist ein Kunstwort aus dem Niederländischen, zusammengesetzt aus den Verben snuffelen für schnuffeln oder kuscheln und doezeln für dösen oder schlummern. Zwei Zivildienstleistende haben diesen Begriff 1978 geprägt. Bald kam die Idee nach Deutschland und Großbritannien, inzwischen hat sie 30 Nationen erreicht.

Zimmer mit Schräge

Jahrzehntelang war der Raum eine winzige Abstellkammer mit Dachschräge gewesen. Die Idee für die neue Nutzung kam dem Kindergarten-Team vor etwa einem Jahr. Im März stellten sie den Plan bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins des Kindergartens vor, dessen Vorsitzende Svenja Padeken sich gleich auf die Suche nach Sponsoren machte.

Das klappte bestens: Zuerst rollten 2000 Euro aus der Glückpfennig-Aktion von Premium Aerotec in Einswarden, und am Freitag überreichte Andreas Vollert, der Regionaldirektor der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in der Wesermarsch, einen symbolischen Scheck über weitere 2000 Euro. Damit sind die Kosten von rund 3500 Euro mehr als gedeckt, die Gemeinde als Träger des Kindergartens war finanziell nicht gefordert.

Für das Geld schaffte das Kindergarten-Team um die Leiterin Miriam Mogwitz drei Matten und mehrere Kissen an. Dazu kamen passende Beleuchtung, einige Spiegel und ein CD-Player, der auf Wunsch Tonträger mit meditativer Musik und Naturgeräuschen abspielt.

Der Clou aber ist die Wassersäule. Das ist ein nahezu deckenhohes Plexiglasrohr mit beleuchtetem sprudelndem Wasser, in dem bunte Kunststofffische schwimmen.

Nicht ohne Erzieherin

Drei bis vier Kinder können gleichzeitig Ruhe finden, sagt die Erzieherin Ann-Kathrin von Minden, die den Raum mit eingerichtet hat. Sie legen sich hin, lauschen der CD oder einer Erzieherin, die eine Geschichte vorliest, oder sie lassen sich massieren. „Kein Kind darf allein in den Snoezelen-Raum“, betont Ann-Kathrin von Minden, „immer ist eine Erzieherin dabei.“

Für die Nutzung gibt es einen Plan. Einen Tag in der Woche, es ist der Mittwoch, sind die Krippenkinder dran, an den anderen Tagen verschiedene Gruppen aus dem Kindergarten. Der Hort nutzt das Zimmer nicht.

Der Snoezelen-Raum ist in erster Linie für Menschen gedacht, die Ruhe und Entspannung brauchen oder die von sich aus wenig Aktivität entwickeln und neue Sinneserfahrungen sammeln möchten, erläutert die Leiterin Miriam Mogwitz. „Kinder sind im Alltag vielen Sinnesreizen ausgesetzt und leiden genau wie Erwachsene unter Stress“, betont sie. „Ein Snoezelen-Raum dient als Rückzugsort, um aus dem Alltagsstress in eine entspannte Umgebung einzutauchen.“ Zudem ließen sich in der geschützten Atmosphäre mit den Erzieherinnen Probleme und Emotionen besser besprechen.

Diese Aspekte freuten auch Andreas Vollert von der LzO und Birgit Bethge vom Stiftungsrat der LzO-Regionalstiftung Wesermarsch.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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