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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Schule: „Seele des Luisenhofs“ dankt ab

28.01.2017

Einswarden Hergen Drieling hatte Tränen in den Augen: „Der Luisenhof wird mir fehlen. Es war einfach schön mit euch.“ Für ihn war die Schule Am Luisenhof mehr als ein Arbeitsplatz – es war ein zweites Zuhause.

Andererseits war er für die Schule auch mehr als ein Lehrer, Konrektor, Fachbereichskonferenzleiter, Koordinator für Berufsorientierung, Praktika und Kooperationen, federführend bei der Beschulung von Flüchtlingskindern, Leiter der Kreisbildstelle und Medienberater, Stundenplanbastler und Herr des Blütenmeers in den Schulbeeten vor dem Haupteingang. Irgendwie verkörperte Hergen Drieling auch die Schule selbst.

Erste Stelle

Im August 1975 hatte er als Junglehrer seinen Dienst angetreten. Es war seine erste Stelle. Eigentlich war er für eine Schule in Brake vorgesehen, doch Schulrat Dr. Heinrich Dageförde versetzte ihn schon Tage bevor er dort erste Schulluft schnuppern durfte. Für Hergen Drieling war es übrigens in all der Zeit die erste und einzige Versetzung. Nach 41,5 Dienstjahren trat er am Freitag nach der Zeugnisausgabe in einer kleinen Feierstunde in der Mensa in den Ruhestand. Damals, so erzählte des frisch gebackene Pensionär, war er gerade einmal 24 Lenze jung gewesen.

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Seither hat er die Geschicke des Schulzentrums, das im selben Jahr auf halber Strecke zwischen Einswarden und Blexen auf eine grüne Wiese gesetzt worden war, von der allerersten Minute an engagiert mitgestaltet.

Hergen Drieling sei ein Mensch, Lehrer, Kollege, der jedem mit seinem Wissen und seinen Taten zur Seite gestanden habe, dankte ihm Schulleiter Rainer Janßen. Als Drieling in den Schuldienst eingetreten war, sei er, Janßen, gerade erst einmal acht Jahre alt geworden, „und einige der Kollegen unter uns waren nicht einmal geboren.“ Drieling habe sich in all den Jahren nie krank gemeldet und sei also „aus Behördensicht der perfekte Beamte“ gewesen.

Rainer Janßen beschrieb seinen Stellvertreter als „Konrektor der Herzen“, der Unterricht als eine Herausforderung gesehen habe, eine interessante und spannende Aufgabe zugleich, bei der nicht allein die Noten im Vordergrund standen, sondern die Schüler. Janßen: „Er hat sich um ihre Belange, schulisch und auch privat, gekümmert. Und selbst wenn die Hütte brannte und 15 Kinder gleichzeitig auf ihn einredeten, war er für sie da. Tagein, tagaus.“ Er sei Praktiker und habe nie lange um den heißen Brei herumgeredet. Er habe auch nie die Kritik am Schulwesen und dessen ständig neuen Ideen gescheut. „Wie oft hat er den Kopf geschüttelt und gemeint, das könne doch wohl nicht wahr sein“ Drieling habe durch sein Tun und seine Art riesige Fußspuren am Luisenhof hinterlassen.

„Aber bitte mit Hergen“

In einem spaßigen Plädoyer und im Namen des gesamten Kollegiums lobte anschließend Lehrer Carsten Bettig Hergen Drieling als „Anlaufpunkt für alle Verzweifelten“ und „Seele des Luisenhofs“. Er dankte „für die wunderbaren Jahre.“ Mit einem gemeinsam gesungenen Lied „Aber bitte mit Hergen“ in Anlehnung an Udo Jürgens‘ „Aber bitte mit Sahne“ war die Überleitung zum Büfett geschaffen. Nicht ohne dass der frischgebackene Pensionär noch einmal allen außerschulischen Partnern dankte, mit denen er immer gut zusammengearbeitet habe und die stets ein offenes Ohr für den Luisenhof gehabt hätten.

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