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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: Sexuelle Gewalt kein Tabuthema

29.03.2017

Einswarden Der Fall Kim Kerkow liegt 20 Jahre zurück. Im Januar 1997 wurde das zehnjährige Mädchen von einem Sexualverbrecher in Varel missbraucht und getötet. Diese schreckliche Tat hat großes Entsetzen ausgelöst. Aber sie hat auch die Sensibilität für ein Thema geschärft, über das damals selten offenen gesprochen wurde: sexuelle Gewalt. Nicht zufällig gibt es an der Oberschule Am Luisenhof Präventionsarbeit mit dem Schwerpunkt sexuelle Gewalt seit genau 20 Jahren.

Kooperation mit Awo

Schulleiter Rainer Janßen ist schon ein wenig stolz darauf, dass die Präventionsarbeit an seiner Schule einen hohen Stellenwert genießt. Und er freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt, die bei dem Thema sexuelle Gewalt für die Präventionsarbeit zuständig ist. Die Diplom-Psychologin Anna-Katharina Schütte hat gerade erst die Siebtklässler der Oberschule besucht. Am Dienstag traf sie sich unter anderem mit Rainer Janßen und der Schulsozialarbeiterin Silvia Lindberg zu einer Nachbesprechung.

Anna-Katharina Schütte will die Jugendlichen in die Lage versetzen, Gefahrensituationen zu erkennen. Sie will darüber hinaus Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Ein Problem sei allerdings, dass viele gar nicht wissen, was sexuelle Gewalt ist und wo sie beginnt. „Auch verbale Äußerungen können sexuelle Gewalt sein.“ Die Diplom-Psychologin gibt deshalb auch eine Einführung in das Thema. Außerdem informiert sie die Schüler darüber, wo Opfer von sexueller Gewalt Hilfe bekommen können.

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Die Arbeit am Thema sexuelle Gewalt ist nur ein Mosaiksteinchen im Präventionskonzept der Luisenhofschule, das von Silvia Lindberg koordiniert wird. Die Schulsozialarbeiterin ist auch erste Ansprechpartnerin für Schüler, wenn Probleme auftreten, die nicht den Unterricht selbst betreffen.

Dass an der Schule viel Wert auf Prävention gelegt wird, zeigt sich allein daran, dass die Fünftklässler zwei Stunden in der Woche Sozialtraining bekommen. In Klasse sechs steht das Thema Mobbing im Vordergrund. An der Luisenhofschule gibt es sogar ein aus zwei Lehrern und der Sozialarbeiterin bestehendes Interventionsteam. In Klasse neun steht die Drogenprävention im Vordergrund, in Klasse zehn geht es um Kriminalität.

Wenig Probleme

„Wir haben relativ wenig Probleme“, freut sich Rainer Janßen. Mobbing-Fälle zum Beispiel seien in den vergangenen Jahren nicht bekannt geworden. Für den Schulleiter ist das ein Zeichen dafür, dass das Präventionskonzept an der Schule gut funktioniert.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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